Danke für Schutz
Ein Raum ist da.
Ein Platz auch.
Aber er fühlt sich nicht an wie deiner.
„Danke für Schutz“ bewegt sich zwischen Dankbarkeit und dem leisen Gefühl, trotzdem nicht wirklich dazuzugehören.
Zwischen System und Selbst, zwischen Anpassung und dem Wunsch, einfach sein zu dürfen.
Kein Angriff. Kein Lärm.
Nur eine Wahrheit, die stehen bleibt.
Und vielleicht genau deshalb wirkt.
Strophe 1
Ich leb in einem Land, das mich auffängt, wenn ich fall
Das ist real – und dafür dank ich euch allen
Ich hab ein Dach, ich hab Brot, ich hab Zeit
Und ich weiß genau: Das ist keine Selbstverständlichkeit
Doch während ich steh, seh ich auch das System
Es hält mich am Leben – aber lässt mich nicht gehen
Ich funktionier nicht so, wie ihr es braucht
Und genau da wird’s still – und genau da wird’s laut
Vor-Refrain
Das ist kein Angriff, ich sag nur, was ist
Weil Ehrlichkeit nichts ist, wofür man sich schämt
Refrain
Danke für Schutz – ich mein das ernst
Doch Schutz ist nicht das, was ein Leben lernt
Ich existier hier, aber ich gehör nicht rein
Und das darf gesagt sein
Kein Finger zeigt, keiner ist schuld
Doch jeder entscheidet, was er duldet
Wir könnten mehr sein als nur okay
Wenn man uns wirklich versteht
Strophe 2
ADHS im Kopf, alles gleichzeitig laut
Autismus – ich seh Dinge, die ihr nicht seht, vertraut
Ich bau mir Systeme, um klarzukommen
Während ihr denkt: „Der hat sich doch nur nicht benommen“
Das Problem ist nicht ich – das Problem ist der Rahmen
Der sagt, wie Menschen zu sein haben
Und wer da rausfällt, wird halt verwaltet
Beruhigt, gebremst – aber nie wirklich gestaltet
Vor-Refrain
Kein Mensch hier ist böse, das glaub ich sogar
Doch „nicht böse“ reicht halt nicht, wenn nichts sich ändert – ist klar
Refrain
Danke für Schutz – ich mein das ernst
Doch Schutz ist nicht das, was ein Leben lernt
Ich existier hier, aber ich gehör nicht rein
Und das darf gesagt sein
Kein Finger zeigt, keiner ist schuld
Doch jeder entscheidet, was er duldet
Wir könnten mehr sein als nur okay
Wenn man uns wirklich versteht
Überleitung
Ihr behandelt Symptome – und nennt das dann Hilfe
Doch fragt nicht, warum ich überhaupt so lebe
Warum ich mich biege, warum ich mich halt
Warum ich mich anpass, bis irgendwas knallt
Ich brauch kein Mitleid, ich brauch auch kein Licht
Ich brauch nur ’nen Platz – und den gibt es nicht
Break
Und ja… ich bin dankbar.
Aber Dankbarkeit heißt nicht, dass ich schweig.
Letzter Refrain
Danke für Schutz – wirklich, ich seh’s
Doch Schutz ist nicht alles, worum es hier geht
Ich will nicht nur leben, ich will auch sein
Und das passt grad nicht rein
Kein Angriff, kein Hass, kein „ihr gegen mich“
Nur die Wahrheit – und die trifft
Und vielleicht, wenn man ehrlich bleibt
Ist genau das der Anfang von Veränderung, nicht Streit
Between the Beat
Zwischen Asphalt und Bass entsteht ein Raum, den man nicht erklären kann.
Ein Ort, an dem Herkunft keine Rolle spielt und Stimmen aus verschiedenen Welten im gleichen Takt schlagen.
Der Song erzählt von Chaos, Erinnerung und dem Versuch, seinen eigenen Platz zwischen Vergangenheit und Veränderung zu finden.
Laut, ehrlich und ohne klare Linien – genau dort, wo Musik mehr verbindet als Worte es je könnten.
Kein Statement. Kein Lager.
Nur Bewegung.
Zwischen dem, was war –
und dem, was dich weiterträgt.
Strophe 1 – German
Zu viele Nächte im Neonlicht
Bier auf dem Boden, zerbrochenes Gesicht
der Rauch hing tief, die Luft war schwer
und jeder wusste, gleich knallt’s hier
Vor-Refrain – Danish
Det var mig, jeg skjuler det ikke
men jeg bærer det nu på en anden måde
jeg løber ikke længere væk
men rytmen kalder stadig på mig
Refrain – English
Between the pavement and the beat
we find the things they never see
when the world forgets our name
we’re louder than their game
Between the chaos and the light
we keep running through the night
even if we fall apart
we won’t stop, we won’t stop
Strophe 2 – Russian
Чернила глубоко под кожей
каждая линия помнит всё
без гордости, без стыда
просто прошлое, что со мной
Я больше не делю мир на два
нет "мы против них" как тогда
слишком много сломано зря
теперь я делаю шаг назад
Vor-Refrain – French
Je ne cours plus comme avant
mais le rythme reste présent
dans le bruit je me perds encore
même si je tiens plus fort
Refrain – Arabic
بين الرصيف والإيقاع
نجد ما لا يراه أحد
حين ينسى العالم وجودنا
نكون أعلى من صوته
بين الفوضى والنور
يسقط الشك من وجوهنا
ولا نتوقف الآن
حتى لو انهار كل شيء
Überleitung – Mandarin
她已经在床上安静入睡
呼吸轻轻,世界很慢
我站在门外停了一会
不知道该往哪里走
没有口号,没有过去
只有现在在拉住我
如果一切开始崩塌
这声音还在我心里
Letzter Refrain – German
Zwischen Ruhe und Rückfall steh ich hier
ein Teil bleibt, ein Teil geht mit mir
ich hab mich geändert, doch nicht ganz
der alte Takt zieht mich wieder in den Tanz
doch ich dreh mich um und geh zurück
zu dem, was jetzt mein Leben ist
Nicht nur Wachstum
„Nicht nur Wachstum“ stellt eine leise, aber unbequeme Frage:
Was passiert mit denen, die nicht mithalten können – in einem System, das ständig mehr verlangt?
Zwischen Leistungsdruck, Fortschritt und persönlicher Verantwortung bewegt sich der Song entlang der Grenze zwischen dem, was möglich ist, und dem, was auf der Strecke bleibt.
Er erkennt an, dass Wettbewerb Innovation schafft – stellt aber gleichzeitig infrage, welchen Preis wir dafür zahlen.
Ohne einfache Antworten zu liefern, zeichnet der Track ein Bild von einer Welt, in der weniger Wachstum nicht Verlust bedeuten muss – sondern vielleicht eine andere Form von Fairness.
Ein ruhiger, reflektierter Blick auf ein System, das wir alle mittragen – bewusst oder nicht.
Strophe 1
Ich bin groß geworden mit dem Satz: „Leistung lohnt sich schon“
Wenn du schneller bist als andere, dann kommst du weiter nach vorn
Und das stimmt auch oft, ich hab es selbst erlebt
Doch ich hab auch gesehen, wer dabei auf der Strecke steht
Du kannst alles werden, sagen sie dir ins Gesicht
Doch sie sagen nicht, dass es für viele einfach nicht reicht
Wenn zehn nach oben wollen, aber nur zwei Plätze frei
Dann ist Scheitern kein Zufall, sondern Teil der Partei
Vor-Refrain
Und ich sag nicht, dass das alles falsch ist
Fortschritt kommt oft aus genau diesem Druck
Doch ich frag mich leise, wenn ich ehrlich bin:
Wie viel davon ist Leben – und wie viel nur Zwang und Glück?
Refrain
Vielleicht ist weniger Wachstum nicht weniger wert
Vielleicht ist langsamer gehen kein Rückwärts, sondern fair
Wenn wir anfangen, gemeinsam zu entscheiden
Statt nur still in vorgegebenen Linien zu bleiben
Dann geht es nicht darum, alles gleich zu machen
Sondern darum, dass nicht wenige über viele wachen
Strophe 2
Ich hab Orte gesehen, wo man Dinge anders denkt
Wo nicht nur der Gewinn, sondern der Bedarf das Handeln lenkt
Wo Energie nicht billig ist, sondern bewusst gewählt
Und nicht jede Entscheidung nur nach Rendite zählt
Doch auch dort ist nicht alles einfach oder klar
Diskussionen dauern länger, Kompromisse sind da
Manchmal fehlt Tempo, manchmal fehlt Mut
Und nicht jede Idee funktioniert wirklich gut
Vor-Refrain
Es gibt keine saubere Lösung, kein perfektes System
Auch das hier kann scheitern, wenn wir nicht verstehen
Dass Verantwortung mehr ist als ein schönes Wort
Und Beteiligung kein Selbstläufer ist vor Ort
Refrain
Vielleicht ist weniger Wachstum nicht weniger wert
Vielleicht ist langsamer gehen kein Rückwärts, sondern fair
Wenn wir anfangen, gemeinsam zu entscheiden
Und Verantwortung nicht mehr nur nach oben delegieren
Dann geht es nicht darum, alles gleich zu machen
Sondern darum, Macht nicht nur bei wenigen zu lassen
Strophe 3
Im alten Modell zählt oft, was sich verkaufen lässt
Nicht unbedingt das, was ein Leben wirklich hält
Pflege, Bildung, Umwelt – oft zu teuer gedacht
Während anderes Profit bringt, auch wenn es Schaden macht
Der Markt kann viel, das will ich gar nicht bestreiten
Er schafft Ideen, Geschwindigkeit, neue Möglichkeiten
Doch er kennt keine Grenze, außer die, die wir setzen
Und ohne Regeln wird er Menschen und Zukunft verletzen
Vor-Refrain
Ein anderes System heißt nicht: alles wird gut
Es heißt nur: wir versuchen es mit mehr gemeinsamer Hut
Mit mehr Blick auf Folgen, die später erst kommen
Und weniger darauf, was wir heute noch gewinnen können
Refrain
Vielleicht ist weniger Wachstum nicht weniger wert
Vielleicht ist langsamer gehen kein Rückwärts, sondern fair
Wenn wir anfangen, Grenzen bewusst zu ziehen
Und nicht jede Entscheidung am Profit zu orientieren
Dann geht es nicht darum, Freiheit zu verlieren
Sondern darum, sie für mehr Menschen zu garantieren
Überleitung
Es wird Konflikte geben, und sie hören nicht auf
Mehr Stimmen bedeuten auch mehr Streit im Verlauf
Und ja, es kostet Zeit, sich wirklich zu verstehen
Doch vielleicht ist genau das der Preis, den wir wählen
Nicht jede Freiheit bleibt, wie sie vorher war
Nicht jeder wird zufrieden, das ist völlig klar
Doch die Frage bleibt stehen, auch wenn sie unbequem ist:
Wem dient ein System – und wer trägt, was es ist?
Schluss
Ich such keine Antwort, die alles erklärt
Nur eine Richtung, die nicht nur wenigen gehört
Vielleicht ist der Weg nicht effizient, nicht perfekt
Doch wenigstens einer, der den Menschen nicht vergisst
„Rauch im Zimmer“ erzählt von der schmerzhaften Erfahrung, einem Freund beim langsamen Absturz zuzusehen. Zwischen Zigarettenrauch, dunklen Nächten und Ausreden verliert sich ein Mensch immer tiefer in seiner eigenen Sackgasse – während der Erzähler verzweifelt versucht zu helfen. Der Song handelt von Loyalität, Überforderung und der bitteren Erkenntnis, dass man jemanden lieben kann, ohne ihn retten zu können. Am Ende bleibt nur der Schritt zu gehen, bevor man selbst im gleichen Dunkel verschwindet. 🎵
Strophe 1
Dein Zimmer riecht nach kaltem Rauch
und nach Tagen ohne Morgen.
Der Bildschirm flimmert blaues Licht,
du sagst, die Welt hat dich verloren.
Der Kaffee steht seit Stunden kalt,
die Vorhänge sind zugezogen.
Du redest von den falschen Leuten,
die dich immer nur betrogen.
Vor-Refrain
Ich hab versucht, dich rauszuziehen
aus diesem Kreis aus Nacht und Lärm.
Doch jedes Wort fiel auf den Boden
und keiner hat es aufgewärmt.
Refrain
Du sagst, die Welt ist gegen dich,
doch ich seh nur, wie du verschwindest.
Zwischen Rauch und leeren Tagen
und Geschichten, die du erfindest.
Ich hab versucht, dein Licht zu finden,
hab fast mein eigenes verloren.
Manchmal kann man jemanden lieben
und ihn trotzdem nicht mehr tragen.
Strophe 2
Der Tisch voll Asche, leere Dosen,
du lachst über das nächste Morgen.
Sagst, die anderen hätten Chancen,
nur du wurdest falsch geboren.
Die Nächte werden immer länger,
deine Wut wird immer lauter.
Doch zwischen all den großen Worten
wird dein Zimmer immer kleiner.
Vor-Refrain
Ich hab gesehen, wie du fällst
und dachte noch, ich halt dich fest.
Doch wer nicht gehen will nach draußen,
der bleibt allein im eignen Nest.
Refrain
Du sagst, die Welt ist gegen dich,
doch ich seh nur, wie du verschwindest.
Zwischen Rauch und leeren Tagen
und Geschichten, die du erfindest.
Ich hab versucht, dein Licht zu finden,
hab fast mein eigenes verloren.
Manchmal kann man jemanden lieben
und ihn trotzdem nicht mehr tragen.
Überleitung
Vielleicht wachst du irgendwann auf
wenn der Rauch sich langsam legt.
Vielleicht findest du den Morgen,
der hier seit Jahren vor dir steht.
Und vielleicht denkst du dann zurück
an den Freund, der neben dir stand.
Der gegangen ist, bevor
er selbst im Dunkeln verschwand.
Letzter Refrain
Du sagst, die Welt ist gegen dich,
doch ich musste irgendwann gehen.
Man kann jemandem die Tür zeigen –
doch hindurch muss er selbst gehen.
„Der Raum“ ist eine Reise durch das eigene Bewusstsein. In einem inneren Raum begegnen sich drei Kräfte: das fühlende, rebellische Kind, der denkende Löwe, der Muster und Wahrheiten erkennt, und der stille Beobachter, der über allem steht. Der Song beschreibt den Versuch, Emotion, Verstand und Selbstwahrnehmung in Balance zu halten – und zeigt, dass selbst im inneren Chaos ein Kern existiert, der alles sieht und zusammenhält. 🧠✨
Strophe 1
In meinem Kopf steht ein weiter Raum
Kein Fenster, keine Wand aus Stein
Nur Nebel über kaltem Grund
Und irgendwo darin – bin ich allein
Doch wenn ich tiefer sehen will
Bewegt sich etwas im System
Drei Stimmen ohne Worte
Die mein ganzes Denken nehmen
Vor-Refrain
Und manchmal wird der Himmel dunkelblau
Die Fäden zieh'n sich durch die Nacht
Ich hör Gedanken lauter werden
Die keiner außer mir gemacht
Refrain
Da ist ein Kind aus Zorn und Feuer
Da ist ein Löwe, der alles versteht
Und über beiden steht der Beobachter
Der still über das Ganze geht
Der eine fühlt, der eine denkt
Der dritte hält das Gleichgewicht
Und wenn der Raum sich wieder öffnet
Dann finde ich zurück ins Licht
Strophe 2
Der Löwe sieht in jedem Muster
Eine Wahrheit, die sich zeigt
Er zieht die Fäden durch Gedanken
Bis die letzte Lüge schweigt
Doch wenn die Linien enger werden
Und die Logik alles frisst
Dann weiß ich, dass der Raum verdunkelt
Und kein Entkommen möglich ist
Vor-Refrain
Und irgendwo im Nebel steht
Das Kind, das niemals ruhig bleibt
Es brennt für alles, was noch zählt
Und alles, was die Welt vertreibt
Refrain
Da ist ein Kind aus Zorn und Feuer
Da ist ein Löwe, der alles versteht
Und über beiden steht der Beobachter
Der still über das Ganze geht
Der eine fühlt, der eine denkt
Der dritte hält das Gleichgewicht
Und wenn der Raum sich wieder öffnet
Dann finde ich zurück ins Licht
Überleitung
Und wenn die Mauern enger werden
Und der Himmel über mir zerbricht
Dann hebt der Beobachter den Blick
Und erinnert mich: ich bin das nicht
Ich bin der Raum zwischen den Stimmen
Die Ordnung im Gedankenmeer
Der, der sieht – was alle fühlen
Doch keiner sieht es so wie er
Letzter Refrain
Da ist ein Kind aus Zorn und Feuer
Da ist ein Löwe, der alles versteht
Und über beiden steht der Beobachter
Der ruhig durch die Stürme geht
Und wenn die Fäden wieder fallen
Und der Nebel leise weicht
Dann weiß ich: dieses innere Chaos
Ist genau das, was mich erreicht
Ein Ballon löst sich aus der Hand eines Kindes und steigt über eine Welt, die gleichzeitig laut, schön und verstörend ist.
Von oben sieht er Kriege, Fabriken, Mauern und Menschen, die aneinander vorbeileben.
Doch als der Wind ihn wieder zurück zur Erde trägt, begegnet er erneut einem Kind –
und plötzlich wirkt alles wieder einfacher.
Ein Lied über Perspektive, über das Staunen und darüber, was wir vielleicht vergessen haben, als wir erwachsen wurden.
Einleitung
Ich hing an einem Stand auf dem Jahrmarkt
Zwischen Spielzeug und Zuckerwatte
Ein Kind bleibt stehen
Zählt Münzen in seiner Hand
Der Verkäufer bindet den Faden fest
Und plötzlich gehöre ich ihm
Strophe 1
Wir laufen durch volle Straßen
Autos, Stimmen, Werbung überall
Das Kind hält meinen Faden hoch
Als hätte es einen Schatz gefunden
Doch der Knoten löst sich
Der Wind zieht stärker
Der Faden rutscht aus seiner Hand
Und ich steige über die Häuser
Das Kind wird kleiner unter mir
Bis ich es nicht mehr sehen kann
Refrain
Ich fliege über diese Welt
Und sehe, wie ihr miteinander lebt
Menschen schreien sich auf Straßen an
Während andere einfach weitergehen
Ich sehe Soldaten an Grenzen stehen
Und Raketen über dunklen Städten
Ich bin nur ein Ballon im Wind
Und verstehe eure Welt nicht
Strophe 2
Ich treibe über Fabriken
Rauch steigt in den Himmel
Der Fluss darunter ist grau
Und niemand scheint sich zu wundern
Ich sehe Wälder, die verschwinden
Maschinen fällen Baum für Baum
Lastwagen fahren Tag und Nacht
Und bringen alles irgendwohin
Auf einem Bildschirm sehe ich Zahlen
Menschen feiern steigende Kurse
Während andere ihre Häuser verlieren
Refrain
Ich fliege über diese Welt
Und sehe, wie ihr miteinander lebt
Zu viel Lärm und zu wenig Zuhören
Zu viel Besitz und zu wenig Zeit
Ihr baut Mauern aus Angst
Und nennt es Sicherheit
Doch von hier oben sieht man
Dass ihr alle auf derselben Erde lebt
Überleitung
Von hier oben gibt es keine Grenzen
Keine Flaggen, keine Linien
Nur Städte, Flüsse und Menschen
Die eigentlich zusammengehören
Strophe 3
Der Wind wird langsam schwächer
Ich sinke über einen kleinen Garten
Ein anderes Kind entdeckt mich
Und hebt meinen Faden auf
Es lacht einfach los
Und rennt über den Rasen
Als wäre ich das Größte auf der Welt
Letzter Refrain
Jetzt bin ich wieder nah am Boden
Und sehe die Welt durch Kinderaugen
Keine Kriege, keine Mauern
Nur Himmel über einem Ballon
Für dieses Kind bin ich ein Wunder
Nur Farbe, Luft und ein Stück Faden
Und für einen kleinen Moment
Ist die Welt genau richtig
Schluss
Das Kind hält meinen Faden fest
Und schaut nach oben in den Himmel
Und ich frage mich
Warum ihr Erwachsenen
Eine Welt baut
In der es irgendwann
Vielleicht keine Ballons mehr gibt
Die Straßen sind vielleicht leiser geworden, doch manche Rhythmen verschwinden nie. Zwischen alten Doc Martens im Schrank, einer Ukulele auf dem Knie und Erinnerungen an Nächte voller Offbeat lebt der Groove weiter. „Der Offbeat bleibt“ erzählt von Musik, die nicht von Parolen lebt, sondern von dem Gefühl, das sie in uns hinterlässt. Auch wenn die Stadt stiller geworden ist – der Rhythmus läuft weiter. Bald.
Strophe 1
Doc Martens schlafen still im Schrank
Staub tanzt leis im Sonnenrand
Die Straßen san heut nimmer laut
Doch irgendwo spielt no der Sound
Vor-Refrain
Und wenn der Abend langsam fallt
hör i den Offbeat durch die Stadt
Refrain
Heast, der Rhythmus geht ned fort
Der lebt no irgendwo im Wort
In jedem Schritt, in jedem Traum
Im klanen Zimmer voller Raum
Strophe 2
Ukulele auf dem Knie
De alten Grooves vergess i nie
Die Stadt is still, doch tief im Bauch
läuft dieser Ska no immer auch
Überleitung
Koane Parolen auf der Haut
koana der mehr laut Applaus braucht
Nur a Groove der leise sagt
dass Musik di weitertragt
Refrain
Heast, der Rhythmus geht ned fort
Der lebt no irgendwo im Wort
In jedem Schritt, in jedem Traum
Im klanen Zimmer voller Raum
Tagsüber trägt er Uniform und geht durch Straßen voller Regeln, Pflicht und Erwartungen. Doch wenn die Nacht kommt, das Neonlicht flackert und die Musik aus alten Boxen tropft, beginnt ein anderes Leben. Zwischen Spiegeln, Glitzer und einer Bühne voller Mut entdeckt Norbert eine Seite von sich, die lange verborgen war.
„Silva bei Nacht“ erzählt von der Freiheit, für ein paar Stunden jemand anderes – oder vielleicht zum ersten Mal wirklich man selbst – zu sein.
Strophe 1
Blaulicht flackert an da Wand
Parfum, Neon, schwerer Rauch
Norbert kummt mit seine Leit
nur a Einsatz, denkt er auch
Musik tropft aus alten Boxen
High Heels auf am Holzfußboden
und im Licht von dera Bühne
steht die Lola, lässig oben
Vor-Refrain
Sie sagt: "Heast, du schaust so ernst
oida, locker – schau di um"
und irgendwas in seinem Innern
wird auf einmal laut und stumm
Refrain
Tagsüber trägt er Uniform
steht für Ordnung, Pflicht und Macht
doch unter Neon, Spiegel, Glitzer
wird er Silva in da Nacht
Silva in da Nacht
Glitzer in da Luft
all der Druck in seiner Brust
holt zum ersten Mal Luft
Strophe 2
Lola zeigt ihm ihre Farben
Puder, Lippenstift und Mut
steht mit ihm vorm großen Spiegel
lacht und sagt: "Des steht da gut"
Jeder Schritt a kleines Beben
jeder Blick a neues Gfühl
und der Mann in seiner Uniform
merkt auf einmal, was er will
Refrain
Tagsüber trägt er Uniform
steht für Ordnung, Pflicht und Macht
doch unter Neon, Spiegel, Glitzer
wird er Silva in da Nacht
Silva in da Nacht
Heels auf Holz und Licht
all die Dinge, die er spürt
sagt er tagsüber halt ned
Überleitung
Zwischen Sirenen und Applaus
liegt a Leben, des ihn ruft
zwischen Spiegel, Puder, Lachen
holt er endlich wieder Luft
Letzter Refrain
Tagsüber geht er durch die Straßen
graues Licht im Morgengraun
doch sobald die Bühne glitzert
wird aus Norbert wieder Traum
Silva in da Nacht
Glitzer überall
und sein Herz, des viel zu lang
nur im Stillen schlagen wollt
Der Wecker klingelt um sechs vierzig. Kaffee, Bus, Arbeit, Supermarkt – und dann wieder von vorn. Kein großes Drama, kein großer Traum. Nur ein Leben, das leise weiterläuft, Tag für Tag.
„Sechs Vierzig“ erzählt von der stillen Routine eines ganz normalen Lebens – von den kleinen Momenten, die niemand bemerkt, und von der Frage, die manchmal kurz auftaucht und genauso schnell wieder verschwindet.
Strophe 1
Der Wecker klingelt um sechs vierzig
nicht zu früh, nicht zu spät
Er steht auf, ohne nachzudenken
weil es so jeden Morgen geht
Der Kaffee ist heiß, schmeckt wie immer
das Fenster beschlagen vom Licht
Der Nachbar steht unten und raucht
sie nicken sich zu
mehr passiert nicht
Strophe 2
Die Straße kennt seinen Schritt
der Bus kennt sein Gesicht
Die gleichen Menschen, die gleichen Plätze
nur die Werbung ändert sich
Jemand lässt die Tür fallen
er hält sie automatisch auf
Kein Danke, kein Blick
nicht aus Unhöflichkeit
es fällt einfach nicht auf
Refrain
Es ist kein gutes Leben
kein schlechtes
kein Plan, kein Ziel
Es ist seins
und es läuft weiter
Tag für Tag
ziemlich stabil
Strophe 3
Mittag allein, das Radio redet
über Dinge, die ihn nicht meinen
Kriege, Zahlen, Versprechen
alles bleibt irgendwo draußen
Er isst, was satt macht
nicht, was schmeckt
schaut auf die Uhr
und denkt kurz
dass der Tag fast geschafft ist
Strophe 4
Nach Feierabend der Supermarkt
gleiche Kasse wie immer
Die Kassiererin kennt seinen Namen nicht
aber sein Gesicht schon
Ein kurzer Blick, ein neutrales Lächeln
die Karte piept, er geht
Er denkt nicht darüber nach
wie lange das schon so ist
oder wie lange noch
Refrain
Es ist kein gutes Leben
kein schlechtes
kein Traum, kein Streit
Es ist seins
und es reicht
um morgens aufzustehen
jeden Tag
Überleitung
Zu Hause zieht er die Schuhe aus
stellt sie ordentlich hin
Setzt sich an den Tisch
isst etwas Einfaches
Stille, die nicht weh tut
aber auch nichts sagt
Ein Gedanke kommt kurz vorbei:
War das alles?
Er bleibt nicht
Strophe 5
Er macht das Licht im Bad aus
stellt den Wecker wieder
auf sechs vierzig
Nicht aus Hoffnung
nicht aus Angst
sondern weil morgen
auch wieder ein Tag ist
Letzter Refrain
Es ist kein großes Leben
kein kleines
kein, das man erklärt
Es ist einfach da
und er bleibt
ohne Grund
ohne Versprechen
aber ehrlich
Schluss
Dienstag, sechs vierzig.
Und es geht weiter.
Wir sagen, Gewalt sei falsch – solange sie nicht vor unseren Augen passiert. Wir nennen es Markt, System oder Ordnung und lassen andere die Dinge tun, für die wir selbst keine Verantwortung tragen wollen.
„Ausgelagerte Moral“ ist ein Song über bequeme Gewissen, organisierte Unschuld und die Frage, warum derjenige zum Problem wird, der Gewalt sichtbar macht – nicht der, der sie bezahlt.
Strophe 1
Ihr sagt: Gewalt ist falsch
und meint: nicht vor euren Augen
Ihr zahlt dafür, dass sie passiert
und nennt Abstand dann Moral
Wenn ich zuschlage, haltet ihr mich fest
nennt es Gesetz, nennt es Recht
Wenn Konzerne töten, nennt ihr es Markt
und schaut weg – konsequent
Refrain
Ihr habt Moral,
wenn sie nichts kostet
Gewissen,
wenn ihr es abgebt
Ihr seid nicht gegen Gewalt
ihr seid nur dagegen,
sie selbst zu tragen
Strophe 2
Ihr esst Tiere, drei Mal am Tag
und sagt: so ist die Welt
Wenn jemand das Töten zeigt,
nennt ihr ihn krank, nicht euch selbst
Ihr sagt: Freiheit ist wichtig
aber nur bis sie euch trifft
Ihr sagt: Verantwortung teilen
und meint: jemand anders soll sie übernehmen
Refrain
Ihr habt Moral,
wenn sie nichts kostet
Haltung,
solang sie bequem ist
Ihr seid nicht gut,
ihr seid organisiert
damit ihr euch nicht schuldig fühlt
Strophe 3
Ihr hasst Täter
und liebt Systeme
Nennt alles Einzelfall
damit nichts sich ändern muss
Ihr ruft nach Menschlichkeit
wenn jemand laut wird
Doch Ruhe ist euch wichtiger
als Wahrheit
Überleitung
Ich sage nicht, dass ich besser bin
Ich sage nur,
dass ihr lügt
Nicht zu mir
sondern zu euch selbst
jeden Tag
Letzter Refrain
Eure Moral
ist ausgelagert
Euer Gewissen
hat einen Vertrag
Schuldig ist immer der,
der es sichtbar macht
nicht der,
der dafür bezahlt
Schluss
Nennt mich brutal
wenn ich es ausspreche
Nennt euch ehrlich
wenn ihr wegseht
Aber verwechselt euch nicht
mit gut
nur weil ihr euch
nicht die Hände schmutzig macht.
Manchmal zerbrechen die Dinge, die wir am meisten mögen. Nicht aus Bosheit – sondern einfach, weil sie aus Glas sind.
„Meine Bong aus Glas (Klirr Klirr Herz)“ ist ein Lied über diese seltsame Form von Liebe zu etwas Zerbrechlichem. Man pflegt es, repariert es, klebt die Risse – und hofft jedes Mal, dass es diesmal hält.
Doch irgendwann kommt wieder dieses Geräusch: Klirr.
Ein kleines Lied über Rauch, Glas und die Tragikomödie, sich immer wieder in etwas zu verlieben, das schon beim nächsten Moment auseinanderfallen kann.
Strophe 1
Ich polier' dich jeden Morgen
Mit Liebe und mit Glanz
Du strahlst wie ein Juwel
In meinem kleinen Tanz
Refrain
Oh meine Bong
Mein Herz
Mein Ding
Mit jedem Zug ein neues Schwingen
Doch brichst du immer
Du machst mich krank
Mein Herz zerbricht
Du Bong aus Glas
Klirr klang
Strophe 2
Nur das Beste kommt in dich rein
Kein Dreck
Kein Mist
Nur Sonnenschein
Ich stopf' dich voll mit grüner Pracht
Und du schenkst mir die schönste Nacht
Vor-Refrain
Doch dann – ein Riss
Ein Knall
Du liegst am Boden
Wie ein Fall
Refrain
Oh meine Bong
Mein Herz
Mein Ding
Mit jedem Zug ein neues Schwingen
Doch brichst du immer
Du machst mich krank
Mein Herz zerbricht
Du Bong aus Glas
Klirr klang
Überleitung
Warum
Warum tust du mir das an
Ich lieb' dich doch so sehr
Verdammt
Ich kleb' dich
Flick' dich
Stück für Stück
Doch du zerfällst
Nimmst mein Glück
Früher war alles lauter. Gedanken, Gefühle, Musik.
Heute ist es stiller geworden – und genau darin liegt die Frage.
„Mir fehlt das Drama“ ist ein Lied über den Moment, in dem der Sturm nachlässt und man sich fragt, ob man etwas verloren hat – oder ob man einfach nur noch nicht gelernt hat, die Ruhe zu hören.
Ein Song zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Wut und Frieden.
Strophe 1
Früher war mein Kopf ein Sturm
jede Nacht ein neues Lied
Worte kamen wie Gewitter
ohne dass man danach rief
Heute sitz ich mit der Gitarre
Stille hängt im Raum
und ich warte auf den Funken
doch er kommt einfach kaum
Vor-Refrain
Alles ist ein bisschen ruhiger
seit ich mich neu zusammensetz
und ich frag mich leise
ob ich etwas dabei verlier
Refrain
Mir fehlt das Drama
mir fehlt der Sturm
früher brannte jede Zeile
heute bleibt es still und stumm
Mir fehlt das Drama
die schlaflose Nacht
doch vielleicht hab ich den Frieden
nur noch nicht zum Lied gemacht
Strophe 2
Alte Songs von mir erzählen
von einem anderen Ich
der noch gegen Schatten kämpfte
die ich heute kaum noch seh
Manchmal leg ich sie wieder auf
und hör dem Fremden zu
und ich frag mich beim Zuhören
war das wirklich ich – oder nur Wut
Refrain
Mir fehlt das Drama
mir fehlt der Sturm
früher brannte jede Zeile
heute bleibt es still und stumm
Mir fehlt das Drama
die schlaflose Nacht
doch vielleicht hab ich den Frieden
nur noch nicht zum Lied gemacht
Überleitung
Vielleicht braucht jede Stille
nur ein anderes Ohr
vielleicht liegt ein neues Lied
schon längst irgendwo davor
Vielleicht muss ich nur lernen
anders hinzusehn
denn auch in ruhigen Wassern
kann ein tiefer Strom entstehn
Letzter Refrain
Mir fehlt das Drama
doch ich bleib noch hier
mit der Gitarre in den Händen
und der Stille neben mir
Mir fehlt das Drama
doch vielleicht genau
liegt irgendwo im Frieden
mein nächstes Lied schon laut
Drei Uhr nachts, irgendwo am Stadtrand.
Neonlicht, nasser Asphalt und ein Motor, der noch läuft.
„Neon um Drei“ erzählt von diesen Momenten dazwischen –
wenn die Welt stillsteht, aber der Kopf nicht aufhört zu fahren.
Ein Lied über Einsamkeit, Bewegung und die leise Frage,
ob man einfach weiterfährt – oder endlich irgendwo ankommt.
Strophe 1
Neonlicht um drei Uhr nachts
Tankstelle am Stadtrand
kalter Kaffee in der Hand
der Motor läuft noch warm
Der Asphalt glänzt vom Regen
kein Auto weit und breit
nur das Summen der Laternen
und zu viel Zeit im Kopf
Refrain
Neon um drei
die Stadt schläft längst
doch mein Kopf fährt weiter
durch jede verdammte Nacht
Neon um drei
kein Ziel in Sicht
nur der Tank halb leer
und Gedanken im Licht
Strope 2
Radiostimmen rauschen leise
irgendein alter Song
der schon tausendmal erzählt hat
dass man weiterfahren soll
Ich seh mich selbst im Spiegel
im Glas der Automatentür
und frag mich für Sekunden
wer dieser Typ hier ist
Refrain
Neon um drei
die Stadt schläft längst
doch mein Kopf fährt weiter
durch jede verdammte Nacht
Neon um drei
kein Ziel in Sicht
nur der Tank halb leer
und Gedanken im Licht
Überleitung
Vielleicht fahr ich gleich weiter
vielleicht bleib ich noch hier
zwischen Zigarettenrauch
und diesem kalten Neon
Vielleicht wartet irgendwo
eine Straße ohne Kreis
doch im Moment reicht es
einfach wach zu sein
Letzter Refrain
Neon um drei
die Stadt schläft längst
doch mein Kopf fährt weiter
durch jede verdammte Nacht
Neon um drei
Motor und Licht
und irgendwo da draußen
wartet vielleicht ein Ziel
Zu viele Stimmen, zu viele Trends – und kaum noch Platz für echte Gedanken.
„Trend mich nicht voll“ hält der Dauerbeschallung den Spiegel vor:
zwischen Lifehacks, Filtern und Algorithmen geht oft genau das verloren,
was uns eigentlich ausmacht.
Ein Song über Reizüberflutung, Selbstoptimierung
und den Wunsch, einfach mal wieder echt zu sein.
Strophe 1
Ich wache auf, der Tag ist jung,
doch TikTok schreit mich an mit schrillem Schwung.
Ein Typ tanzt halbnackt auf ’nem E-Roller,
drunter steht: „Er hat den Sigma-Vibe, Bro, holler!“
Danach ein Girl mit Lippen wie’n Ballon,
erzählt mir was von Detox-Zitronenlotion.
Im Hintergrund läuft ein Loop aus Lo-Fi-Dröhnung,
und ich frag mich: Ist das noch Selbstdarstellung oder schon Versöhnung?
Vor-Refrain
Ich scroll’ durch die Matrix, Daumen im Dauerstress,
hab den Überblick verloren – was ist echt, was nur Dreck?
Refrain
Trend mich nicht voll mit noch ’nem Lifehack,
der dein Leben ändert, wenn du drei Mal klatschst, zack!
Ich brauch kein Cold Plunge um zu spüren,
dass wir im Netz grad kollektiv erfrieren.
Trend mich nicht voll mit noch ’nem Algorithmus-Fluch,
der mir sagt, wie ich sein muss – hab davon genug!
Wenn alles nur glänzt, doch innerlich fault,
dann ist Viralität nur das Gegenteil von Applaus.
Strophe 2
Jetzt tragen sie wieder Crocs mit Glitzersteinen,
und nennen’s „Core-Aesthetic“ – könnt' fast weinen.
Der neueste Schrei ist „Silent Walking“,
früher nannten wir das einfach: Spazieren, du Trottel.
Sie basteln aus Wasserflaschen halbe Religionen,
verkaufen dir ’nen Schluck für innere Visionen.
Und jeder Zweite ist plötzlich Coach für dein Leben,
nach drei Podcasts und 'nem Wochenende Schweben.
Vor-Refrain
Ich bin nicht besser, ich bleib auch hängen,
doch frag mich oft: Wann fangen wir wieder an zu denken?
Refrain
Trend mich nicht voll mit noch ’nem Glow-Up,
ich will nicht glänzen, ich will einfach mal stopp.
Nicht jeder Tag muss optimiert sein,
nicht jedes Essen braucht 'nen Filter-Feinschliff, nein.
Trend mich nicht voll mit deinem Dopamin-Trick,
nur weil du mal fünf Likes hast auf deinem Picknick.
Wenn alles nur spielt, sich nichts mehr bewegt,
dann ist viral sein wie stehen im Wind – man lebt, aber schräg.
Überleitung
Du bist, was du teilst – sagt der Algorithmus,
doch ich teil nur noch Stille, mein digitaler Schluss.
Denn wenn jeder Trend schreit: „Folge mir blind!“,
dann werd’ ich lieber taub, als noch einer von ihnen.
Refrain
Trend mich nicht voll – ich hab' schon genug.
Ich bau' mir 'ne Pause, aus Schweigen und Mut.
Ich will echte Gespräche, kein "Reel Reaction",
und weniger FOMO, mehr echte Connection.
Schluss
Trend mich nicht voll…
Lass mich mal einfach… nicht performen.
Ich bin nicht hier für Klicks –
ich will mich nur wieder spüren… vorm Bildschirm.
Eine Stimme, die nicht glatt ist –
sondern trägt.
„Der Mann mit der rostigen Stimme“ erzählt von einem Leben zwischen Staub, Zeit und Musik,
von Wahrheiten, die nicht laut sein müssen, um zu bleiben.
Ein Song über Haltung, Echtheit
und den Klang, der nie ganz vergeht.
Strophe 1
Geboren in Kanada, zog er früh hinaus,
mit Gitarre auf dem Rücken, Musik in seinem Bauch.
Von Winnipeg nach L.A., mit Wind in der Brust,
spielte er Songs, als wär’s ein innerer Fluss.
Buffalo Springfield, kurze Zeit,
doch er trug schon Sturm in seinem Kleid.
Dann kam Crazy Horse, die wilde See –
ein Sound so roh, so zart, so weh.
Refrain
Oh Neil, der Mann mit der rostigen Stimme,
dein Lied zieht wie Rauch durch die Zeit.
Du singst von der Liebe, dem Krieg und der Ferne,
und gibst uns ein Stück Ewigkeit.
Strophe 2
Er sang für Ohio, für alle, die fielen,
für Farmer und Träumer, für verlorene Spiele.
Mit „Heart of Gold“ suchte er Frieden in sich,
doch blieb immer ruhelos – brüchig und schlicht.
Mal elektrisch, mal folkig, mal ganz allein,
ließ Trends an sich abprallen wie harten Stein.
Er sprach durch die Saiten, nicht durch das Licht,
verbeugte sich nie vor dem Kommerz-Gesicht.
Refrain
Oh Neil, der Mann mit der rostigen Stimme,
dein Lied zieht wie Rauch durch die Zeit.
Du singst von Maschinen, Natur und dem Sterben,
und gibst uns ein Stück Ehrlichkeit.
Überleitung
Mit einer Feder gegen den Strom,
mit rostiger Stimme, doch nie ohne Ton.
Er verlor nie den Blick für das große Ganze –
der letzte Hippie, mit Haltung im Tanze.
Strophe 3
Heute noch steht er da, knorrig, klar,
mit Hut, Gitarre, grauem Haar.
Er kämpft für Vinyl, für die Umwelt, für Recht,
und bleibt sich selbst treu – leise und echt.
Letzter Refrain
Oh Neil, der Mann mit der rostigen Stimme,
du bleibst unser Klang, unser Geist.
Ein Rebell, ein Poet, ein flackerndes Feuer –
ein Echo, das niemals verweist.
Schluss
Und wenn irgendwann die Saiten verstummen,
bleibt dein Lied – unvergessen, willkommen.
Manche Menschen verschwinden nicht auf einmal. Sie gehen langsam – mit jedem Tag ein kleines Stück mehr. Ein Stuhl bleibt stehen, ein Platz am Fenster bleibt frei, und plötzlich trägt ein Raum mehr Erinnerungen als Worte.
„Der leere Stuhl am Fenster“ ist ein Lied über Verlust, über das Festhalten an kleinen Dingen – und darüber, wie schwer es ist, jemanden wirklich gehen zu lassen.
Strophe 1
Da steht er noch am Fenster,
der Stuhl, auf dem du jeden Morgen saßt.
Das Licht fällt immer noch genauso,
als wärst du nur kurz weggegangen, nicht für immer fort.
Ich geh an ihm vorbei wie jeden Tag,
und sag mir leise: Morgen räum ich ihn weg.
Doch ich tu’s nicht, weil ich weiß,
dass der Stuhl das Letzte ist, das noch von dir bleibt.
Vor-Refrain
Und jedes Mal, wenn der Wind die Scheiben streift,
dreh ich mich um, als wärst du wieder hier.
Ich weiß, es ist verrückt — doch dieses kleine Stück Hoffnung
hält mich irgendwie am Leben.
Refrain
Denn ich verlier dich nicht auf einmal,
ich verlier dich Stück für Stück.
Mit jedem Tag, an dem der Stuhl leer bleibt,
nimmt die Stille mehr von dir mit.
Und ich halt mich an Erinnerungen fest,
so fest, dass meine Hände zittern.
Der leere Stuhl am Fenster sagt mehr
als jedes Wort, das wir uns nie gesagt haben.
Strophe 2
Dein Duft verblasst im Zimmer,
wie ein Foto, das zu lange Sonne sieht.
Ich hör noch deine halben Sätze,
und dein Lachen, das die Enden übertönt.
Ich leg die Hand auf die Lehne,
als wär’s deine Haut, die ich berühr.
Doch Holz bleibt Holz —
und trotzdem fühl ich dich darin.
Vor-Refrain
Und wenn die Dunkelheit die Wohnung füllt,
frag ich mich, ob du irgendwo noch lachst.
Ich würd so gern die Zeit zurückdrehn,
doch der Stuhl zeigt mir, dass sie längst verrinnt.
Refrain
Denn ich verlier dich nicht auf einmal,
ich verlier dich Stück für Stück.
Mit jedem Tag, an dem der Stuhl leer bleibt,
nimmt die Stille mehr von dir mit.
Und ich halt mich an Erinnerungen fest,
so fest, dass meine Hände zittern.
Der leere Stuhl am Fenster sagt mehr
als jedes Wort, das wir uns nie gesagt haben.
Überleitung
Vielleicht schieb ich ihn irgendwann weg,
doch heut bin ich dafür noch zu schwach.
Denn solange er da steht,
hast du in diesem Raum noch Platz.
Und vielleicht… vielleicht auch in mir.
Letzter Refrain
Ich verlier dich nicht auf einmal,
ich verlier dich Stück für Stück.
Doch in jedem Lichtstrahl auf der Lehne
find ich ein kleines bisschen dich zurück.
Wenn die Welt dich langsam löscht,
halt ich dich in meinem Herzen fest.
Der leere Stuhl am Fenster bleibt
mein letzter Rest von dir —
und das Einzige, das noch nicht vergeht.
Sie nennen es Ordnung. Sie nennen es Schutz.
Doch zwischen den Worten liegt etwas anderes.
„Novitschek zum Frühstück“ ist ein Lied über Macht, Angst und die Art von Lügen, die so oft wiederholt werden, bis sie wie Wahrheit klingen.
Ein Song über das Gift von oben –
und über den Moment, in dem man sich entscheidet, es nicht mehr zu schlucken.
Strophe 1
Sie kippen jeden Morgen ihre Lügen in die Kehlen,
erzählen vom „Befreien“, während Städte untergehen.
Die Generäle zählen Körper wie andere ihr Geld,
und nennen jedes Opfer „notwendig fürs Vaterland“ – für ihre Welt.
Vor-Refrain
Wer sagt, was wirklich brennt, wird aus dem Bild gelöscht,
ein Name, der verschwindet, wenn die Wahrheit zu laut röchelt.
Refrain
Novitschek zum Frühstück – das Gift kommt von oben,
ein Staat, der seine Kinder mit Angst nach vorne schoben.
Sie nennen es Patriotismus, doch es riecht nach Grab und Pflicht,
Novitschek zum Frühstück – und nein, wir schlucken es nicht.
Strope 2
Panzer über Grenzen, und sie tun so, als wär’s normal,
als wäre ein toter Nachbar nur ein Kollateralschaden im Wahlprogramm.
Die Propaganda frisst die Seelen, die noch sehen können,
und wer „Krieg“ beim Namen nennt, wird zum Schweigen verbannt – für immer.
Vor-Refrain
Denn jedes Nein zur Macht klingt wie ein Schuss im Flur,
und jede Frage ist gefährlicher als die Front selbst, nur pur.
Refrain
Novitschek zum Frühstück – das Gift kommt von oben,
ein Staat, der seine Kinder mit Angst nach vorne schoben.
Sie nennen es Patriotismus, doch es riecht nach Grab und Pflicht,
Novitschek zum Frühstück – und nein, wir schlucken es nicht.
Überleitung
Wie viele Särge braucht ein Zarenreich,
bis ihm seine Krone bricht?
Wie viele Lügen trägt ein Volk,
bis es sagt: „Genug, wir wollen Licht.“
Letzter Refrain
Novitschek zum Frühstück – sie wollen uns betäuben,
doch wir halten ihre Wahrheit nicht mehr fest wie teure Eiben.
Ihr Schattenreich zerbröckelt, wenn ein freies Wort aufbricht,
Novitschek zum Frühstück – doch wir ersticken nicht.
Zwischen all den Menschen, die scheinbar wissen, wohin sie gehen, steht jemand, der noch sucht.
„Ein Leben wie alle anderen“ erzählt von dem Wunsch, einfach anzukommen –
im eigenen Kopf, im eigenen Leben.
Ein leiser Song über Zweifel, Vergleiche und die Hoffnung,
dass man vielleicht näher dran ist, als man glaubt.
Strophe 1
Ich seh die Menschen draußen lachen,
sie laufen leicht durch ihren Tag.
Und ich frag mich, warum mein Herz
so schwer ist wie ein Stein im Magen.
Alle reden von Zukunftsplänen,
von Träumen, die sich endlich erfüllen.
Und ich steh irgendwo dazwischen,
weiß nicht mal, wo ich eigentlich hin will.
Vor-Refrain
Ich kämpf mich durch jede Stunde,
doch es fühlt sich an wie Stillstand.
Und manchmal frag ich mich leise:
Werd ich jemals ankommen wie sie?
Refrain
Ich will ein Leben wie alle anderen,
eins, das sich nicht dauernd falsch anfühlt.
Ich will auch mal sagen können:
„Mir geht’s gut“, und dass es wirklich stimmt.
Ich will ein Zuhause in mir finden,
nicht immer auf der Flucht vor mir selbst.
Ich will ein Leben wie alle anderen —
warum fühlt es sich so weit entfernt an?
Strophe 2
Ich seh Beziehungen entstehen,
Freundschaften, die tragen und halten.
Und ich frag mich, warum meine Welt
so oft im Schatten stehen bleibt.
Ich geb mein Bestes, jeden Tag,
doch irgendwie reicht’s nie ganz.
Ich wünsch mir nur ein kleines Stück
von dem Licht, das andere so leicht fangen.
Vor-Refrain
Und wenn die Nacht wieder leiser wird,
hör ich meine Zweifel im Dunkeln.
Doch irgendwo in all dem Lärm
schlägt mein Herz und sagt: „Gib nicht auf.“
Refrain
Ich will ein Leben wie alle anderen,
eins, das mich nicht ständig zerreißt.
Ich will auch mal morgens aufwachen
und fühlen, dass etwas besser wird als gestern.
Ich will ein bisschen Frieden im Kopf,
ein bisschen Liebe, die bleibt.
Ich will ein Leben wie alle anderen —
wann ist es endlich so weit?
Überleitung
Vielleicht braucht Glück nur Mut,
vielleicht wächst Hoffnung langsam.
Vielleicht bin ich näher dran,
als ich es heute sehen kann.
Und vielleicht, ganz vielleicht,
wartet mein Leben schon auf mich —
ich muss nur noch hingehen.
Letzter Refrain
Ich will ein Leben wie alle anderen,
und vielleicht schaff ich es irgendwann.
Ein Leben, das mich trägt und fühlt,
wie ein Zuhause, das ich selber baue.
Ich will ein Morgen, das mir glaubt,
wenn ich sage, dass es gut sein kann.
Ich will ein Leben wie alle anderen —
und ich geb mich nicht mehr auf.
Erwachsenwerden heißt oft, zu merken, dass niemand wirklich weiß, wohin es geht.
„Niemand hat die Karte“ erzählt von diesem stillen Moment dazwischen –
zwischen Erwartungen und Realität, zwischen Zweifel und dem Wunsch, endlich anzukommen.
Ein Song über das Suchen, das Stolpern und die leise Erkenntnis,
dass wir vielleicht alle nur lernen, Schritt für Schritt unseren eigenen Weg zu gehen.
Strophe 1
Anna schaut aus ihrem Fenster,
Lichter tanzen in der Stadt.
Sie dachte immer, große Menschen
haben einen Plan parat.
Als Kind glaubte sie an Antworten,
alles wirkt so klar und breit.
„Wenn ich groß bin, weiß ich alles“ –
doch die Wahrheit kommt mit Zeit.
Refrain
Niemand hat die Karte für das Leben in der Hand.
Alle tun nur so, als wär das Chaos gut geplant.
Jeder stolpert durch die Tage, doch wir gehen immer weiter.
Anna lacht und sagt: „Vielleicht macht uns genau das hier gescheiter.“
Strophe 2
Anna wohnt jetzt ganz alleine,
eine Wohnung viel zu groß.
Googelt, wie man Wäsche sortet,
fühlt sich dabei halb nervös, halb groß.
Ihr Chef wirkt stark und sicher,
doch sein Blick verrät: „Ich weiß es nicht.“
Und Anna merkt: Wir alle spielen
ein kleines Impro-Leben-Licht.
Refrain
Niemand hat die Karte für das Leben in der Hand.
Alle tun nur so, als wär das Chaos gut geplant.
Jeder stolpert durch die Tage, doch wir gehen immer weiter.
Anna lacht und sagt: „Vielleicht macht uns genau das hier gescheiter.“
Überleitung
In der Nacht fragt sie sich leise:
„Wird das morgen leichter sein?“
Doch dann lächelt sie ein bisschen,
denn wir wachsen Stück für Stück hinein.
Letzter Refrain
Niemand hat die Karte für das Leben in der Hand.
Alle tun nur so, als wär das Chaos gut geplant.
Und doch finden wir Momente, die das Herz ein wenig heilen.
Anna sagt: „Vielleicht ist das Geheimnis, einfach weiter hinzufallen — und wieder aufzustehen.“
Was bleibt, wenn niemand mehr zuhört?
„Chronik einer letzten Welt“ erzählt vom langsamen Zerfall –
von einer Menschheit, die Warnungen überhört, Grenzen verschiebt und erst versteht, was sie hatte, als es längst verloren ist.
Ein Lied wie ein letzter Eintrag:
über Gier, über Schuld – und über eine Welt, die einmal lebte.
Einleitung
Sie sagten, wir hätten Zeit…
Doch keiner hörte hin.
Die Uhren liefen weiter,
doch niemand fragte: „Wohin?“
Strophe 1
Wir standen einst auf goldnen Feldern,
unter Sonnen, hell und klar.
Die Bäume trugen Kinderlieder,
die Luft – so rein, so wunderbar.
Doch irgendwann kam dieser Hunger,
nach mehr, nach Macht, nach Geld.
Und langsam wuchsen Mauern
zwischen Mensch und ganzer Welt.
Strophe 2
Wir schufen Götter aus Maschinen,
gaben ihnen unser Wort.
Vergaßen, was uns menschlich macht,
und trieben die Natur fort.
Die Meere fluteten die Küsten,
doch wir bauten nur noch mehr.
Beton erstickte Wurzeln,
und der Himmel wurde leer.
Refrain
Dies ist die Chronik einer letzten Welt,
die sich selbst zu Boden fällt.
Wir hatten Warnungen im Wind,
doch taten, als wir taub und blind.
Dies ist das Lied von Feuer und Eis,
vom letzten Tag, vom höchsten Preis.
Ein letzter Blick, ein letzter Klang –
der Menschheit Untergang.
Strophe 3
Wir teilten uns in Schwarz und Weiß,
in Reich und Arm, in Mein und Dein.
Der Bildschirm wurde unser Leben,
das echte durfte draußen sein.
Wir lachten über Klimazahlen,
verspotteten die Wissenschaft.
Statt Brücken bauten wir nur Mauern
und nannten’s freie Kraft.
Strophe 4
Dann kamen Jahre ohne Ernten,
mit Stürmen, Flammen, Sand.
Die Wälder fielen schweigend,
kein Leben mehr im Land.
Kriege um die Wasserreste,
um Luft, um Licht, um Zeit –
die Menschheit kämpfte bis zum Ende,
doch war nicht mehr bereit.
Refrain
Dies ist die Chronik einer letzten Welt,
wo jeder Mensch das Schwert noch hält.
Doch ohne Feind, nur gegen sich,
verblasst das Feuer, bricht das Licht.
Dies ist das Lied von Tod und Schuld,
von Gier, Verlust und Menschenhuld.
Kein Heldenmut, kein letzter Plan –
nur Staub, wo einst ein Eden war.
Überleitung
Die Städte sind nun leere Schatten,
von dem, was einst gebaut.
Kein Flüstern mehr in Gassen,
nur Wind, der Trümmer kaut.
Kein Kind, das fragt: „Warum, Mama?“
Kein Stern, der für uns scheint.
Nur eine Erde, still verwundet,
von Wesen, die gemeint…
…sie seien mehr.
Schluss
Vielleicht wächst eines fernen Tages
ein Blatt aus kaltem Stein.
Und flüstert in den Äther:
„Hier durfte Leben sein.“
Doch niemand wird es lesen,
kein Auge sieht den Grund.
Denn dies war unsere letzte Stunde,
unsre allerletzte Rund’.
Manchmal sind es die kleinen Dinge, die alles verändern.
Ein Lächeln, ein Lied, ein Moment, der kurz still wird –
und plötzlich fühlt sich das Leben wieder leicht an.
„Schön ist das Leben“ ist ein Song über genau diese Augenblicke,
die uns erinnern, dass das Gute oft schon da ist.
Strophe 1
Ein erster Kaffee, noch halb verschlafen,
die Sonne kitzelt durch den Fensterrand.
Ein Lächeln von ’nem Fremden auf der Straße,
und plötzlich fühlt sich alles leicht und warm an.
Ein Kind, das lacht, ganz ohne Grund,
ein Hund, der wild durch Pfützen springt.
Der Duft von Regen auf heißem Asphalt,
und dieses Lied, das in Gedanken klingt.
Refrain
Schön ist das Leben, in all seinen Farben,
in Stille, in Lärm, in tiefen Narben.
In jedem Moment liegt ein kleiner Zauber,
man muss nur still sein – und trauen zu glauben.
Schön ist das Leben – so wild und so weit,
und manchmal genügt schon ein Augenblick Zeit.
Strophe 2
Ein Lagerfeuer in der Sommernacht,
Gesichter glühen, Geschichten erwacht.
Der erste Schnee fällt lautlos sacht,
und die Welt wird kurz ganz still und sacht.
Ein Lied im Radio – Erinnerung pur,
das Herz schlägt schneller, du spürst die Spur.
Der Blick vom Berg ins weite Tal,
und plötzlich weißt du: Das Leben ist genial.
Refrain
Schön ist das Leben, im Großen wie Kleinen,
in Tränen, im Lachen, im Schweigen, im Weinen.
Im ersten Kuss, im letzten Tanz,
im Loslassen und in der zweiten Chance.
Schön ist das Leben – so zart und so klar,
es flüstert dir leise: Ich bin immer da.
Überleitung
Wenn du fällst – steh wieder auf,
denn auch im Dunkeln geht die Sonne auf.
Jeder Tag ist ein Geschenk, kein Muss,
ein neuer Anfang, ein kleiner Kuss.
Letzter Refrain
Schön ist das Leben – wenn du’s sehen willst,
wenn du atmest, fühlst und Lücken füllst.
Kein Tag kommt je zurück wie heut,
drum heb dein Herz – und sei bereit.
Denn schön ist das Leben – ganz ohne Frage,
in jedem Augenblick – an jedem Tage.
Wir wissen es eigentlich besser – und machen es trotzdem falsch.
„Ganz schön dumm“ wirft einen Blick auf den ganz normalen Wahnsinn des Alltags:
zwischen Halbwissen, Gewohnheit und der erstaunlichen Fähigkeit, sich selbst im Weg zu stehen.
Ein Song zum Schmunzeln –
und vielleicht zum leisen Nachdenken.
Strophe 1
Sie parken auf dem Radweg, mitten im Verkehr,
stehen dann empört da: „Ich steh doch nur kurz hier!“
Sie glauben, Mikrowellen machen WLAN kaputt,
und tragen Aluhüte – das sei für die Gesundheit gut.
Sie kaufen Wasser in Plastik für drei Euro das Stück,
werfen’s dann weg – direkt im Wald, kein Müll zurück.
Sie glotzen in ihr Handy beim Gehen über Rot,
und wundern sich dann später: „Warum lag ich im Schock?“
Refrain
Ganz schön dumm, was wir so treiben –
manchmal fragt man sich, wie wir überhaupt überleben.
Wir rennen im Kreis, mit Scheuklappen auf,
und klopfen uns selbst für den Blödsinn noch drauf.
Ganz schön dumm – doch irgendwie wahr,
der Mensch bleibt halt Mensch – Jahr für Jahr.
Strophe 2
Sie glauben, die Erde ist flach wie 'ne Scheibe,
diskutieren im Netz, dass es Drachen noch gäbe.
Sie kippen Öl ins Klo, weil’s ja weg muss,
und meckern, wenn der Fluss dann stinkt wie Verdruss.
Sie kaufen Diät-Tees für zwanzig das Stück,
essen dann trotzdem drei Pizzen am Stück.
Sie glauben, ein Like rettet Kinder in Not,
und posten ihr Frühstück – das fünfte Croissant mit Schok’.
Refrain
Ganz schön dumm, was wir so machen,
manchmal hilft da nur noch lachen.
Wir wissen es besser, doch handeln verkehrt –
denn Einsicht war nie unser stärkstes Schwert.
Ganz schön dumm – und trotzdem charmant,
wir tanzen im Chaos – Hand in Hand.
Überleitung
Alexa weiß alles, doch keiner hört zu,
Fake-News sind Wahrheit und Logik macht Ruh’.
Wir reden von Frieden – mit Waffen in der Hand,
und wundern uns ernsthaft: „Warum brennt dieses Land?“
Letzter Refrain
Ganz schön dumm – das ist kein Scherz,
doch irgendwo tief drin schlägt da noch ein Herz.
Vielleicht lern’n wir’s irgendwann – Stück für Stück,
bis dahin singen wir dieses Lied – und drücken auf „Zurück“.
Man sieht es nicht immer von außen.
„Ich will doch nur normal sein“ erzählt von dem stillen Kampf im Inneren –
von Gedanken, die sich wiederholen, von Momenten, die andere nicht verstehen.
Ein Song über Zwang, Scham und den Wunsch, einfach nur man selbst sein zu dürfen –
ohne sich erklären zu müssen.
Strophe 1
Ich zähl die Schritte, immer vier,
bis zur Tür, sonst stimmt was nicht bei mir.
Lichtschalter, Klick – noch mal zurück,
hab ihn schon gedrückt, doch es fehlt ein Stück.
Blicke spür ich wie Nadeln auf der Haut,
"Warum macht der das?" wird leise geraunt.
Ich lächle müde, sag gar nichts mehr,
weil erklären bringt nix, es versteht doch keiner mehr.
Refrain
Ich will doch nur normal sein,
nicht gefangen im Ritual sein.
Nicht ständig kämpfen mit dem Zwang in mir,
doch er flüstert laut – und ich verlier.
Peinlich, wie ich manchmal steh und zitter,
Blicke schneiden tiefer, werden bitter.
Ich will doch nur – einfach nur sein,
doch was in mir tobt, lässt mich allein.
Strophe 2
Ich seh sie lachen, tun so cool,
machen Witze, testen, ob ich tu’s.
"Was passiert, wenn ich das hier verschieb?"
Ein Spiel für sie – für mich ein Hieb.
Ich will nicht schreien, ich will nicht flieh’n,
doch innerlich bleibt nichts stabil besteh’n.
Ich erklär mich, doch Worte klingen leer,
sie nicken nett – und machen weiter mehr.
Refrain
Ich will doch nur normal sein,
nicht der Freak mit seinem Tick sein.
Nicht der, der zehnmal Hände wäscht,
weil sein Kopf ihm sagt, sonst wird's schlecht.
Peinlich, wie ich plötzlich still werd,
wie ich Dinge tu, von denen keiner was hört.
Ich will doch nur – ein bisschen Frieden,
doch ich bin gefangen in diesen Rieden.
Überleitung
Und nachts, wenn’s still ist, frag ich mich leise:
Bin ich mehr als nur die gleiche scheiß Schleife?
Kann man mich lieben – mit all dem Chaos im Kopf,
oder ist das hier mein einziger Trost?
Ich will nicht Mitleid, ich will kein Murren,
ich will nur manchmal nicht mehr die Kontrolle verlieren.
Ein Tag, wo ich atme – frei von Zwang,
ein Tag, der nicht mit Kampf begann.
Letzter Refrain
Ich will doch nur normal sein,
nicht ständig mein Feind sein.
Nicht der, der sich schämt für jeden Schritt,
der sich fragt: „Bin ich noch ich?“
Und wenn du lachst – tu’s nicht für dich,
denk dran: Jeder trägt sein eignes Gesicht.
Ich bin mehr als mein Zwang, mehr als das hier –
ich bin ich… mit Narben, Mut und viel zu viel Gespür.
Ein ganzes Leben zwischen Träumen, Entscheidungen und dem, was am Ende wirklich bleibt.
„Wo sind die Träume“ erzählt von Tim – von Aufbruch, Verlust, Gewohnheit und den leisen Momenten dazwischen, in denen man merkt, wie schnell die Jahre vergehen.
Ein Song über das, was wir suchen –
und über das, was vielleicht die ganze Zeit schon da war.
Strophe 1
Tim kam auf die Welt, ein winziger Schrei,
in Mamas Armen, Papas Stolz dabei.
Die ersten Schritte, auf wackligen Beinen,
viel Lachen, viel Liebe – in kindlichen Reimen.
Der erste Kuss, die erste Nacht,
das erste Bier, heimlich gemacht.
Dann kam der Schmerz, die erste Trennung,
das Herz im Sturm, ohne Verblendung.
Strophe 2
Mit Freunden träumt er: Musik, Rebellion,
sie gründen ’ne Band, mit wilder Vision.
Doch Egos krachen, Träume verglüh’n,
wie Feuerwerk, das zu früh verzieh’n.
Er schwenkt den Pinsel statt das Mic,
lernt das Malerhandwerk, Tag für Tag.
Und auf der Baustelle, grau und roh,
traf er Marie – so klar, so froh.
Refrain
Wo sind die Träume, wo sind sie geblieben?
Hat der Alltag sie einfach vertrieben?
Pinsel in Händen, Farbe im Haar,
doch das Leben bleibt oft unsichtbar.
Und wenn der Wein am Abend spricht,
löst er die Leere in Tim doch nicht.
Nur Marie bleibt, bleibt wie sie war –
das Licht in seinem Lebensjahr.
Strophe 3
Drei Kinder später, das Haus ist voll,
doch die Nähe zu ihr – nicht mehr so doll.
Er arbeitet hart, wird Malermeister,
zieht durch die Jahre, wird immer fleiß’ger.
Der Wein wird Pflicht, die Nacht wird leer,
die Stille in ihm wird immer mehr.
Doch dann entdeckt er – mit schlechtem Gewissen –
gekaufte Nähe in fremden Kissen.
Strophe 4
Die Kinder werden groß, zieh’n hinaus,
bauen ihr Leben, wie einst dieses Haus.
Doch Tim sieht's kommen, wie Mauern brechen,
wenn Träume an der Wirklichkeit zerbrechen.
Der Jüngste übernimmt sein Werk,
steht in der Halle – allein, verstärkt.
Doch auch er trägt Narben, wie sein Vater einst,
lebt in Scheidung, still und vereint.
Refrain
Wo sind die Träume, wo sind sie geblieben?
Hat die Pflicht sie einfach vertrieben?
Tim sieht sich selbst in jedem Blick,
und spürt, wie Zeit die Schultern drückt.
Doch Marie bleibt, mit leiser Kraft,
die Einzige, die’s mit ihm schafft.
Und wenn er morgens nicht mehr aufsteht,
ist sie die, die bei ihm steht.
Überleitung
Er liegt oft im Bett, schaut an die Decke,
als ob er dort seine Träume entdecke.
Die Kraft versiegt, die Tage schwinden,
doch etwas Neues beginnt zu finden.
Marie sitzt still, hält seine Hand,
kein Urteil, kein Trotz – nur Liebesband.
Und Tim erkennt, was er nie verstand:
Nicht Träume zählen, sondern wer bei dir stand.
Strophe 5
Die Haare grau, der Blick verschwommen,
die Jahre sind still und leise gekommen.
Und als der letzte Abend fällt,
zieht Dunkelheit über seine Welt.
Marie lächelt, ihre Augen weich,
für diesen Blick – da war alles gleich.
Tim lächelt zurück, so wie ein Kind,
und geht dann fort mit leisem Wind.
Schluss
Wo sind die Träume? Vielleicht nie fort.
Sie lebten in ihr, an diesem Ort.
Nicht Ruhm, nicht Geld, nicht Meisterhand –
nur Liebe, die bei ihm stand.
Und wenn die Welt in Farben zerfließt,
ist es Marie, die ihn nie verließ.
Wir halten uns für aufgeklärt, reflektiert und bewusst –
und übersehen dabei oft uns selbst.
„Die große Dummheit in uns allen“ blickt hinter die Fassade aus Wissen und Selbstoptimierung und zeigt, wie leicht wir uns im eigenen Denken verlieren.
Ein Song über Widersprüche, Selbsttäuschung –
und die leise Chance, darüber auch mal zu lachen.
Strophe 1
Wir halten uns für rational,
für klar im Kopf, für logisch,
doch unterm Denken brodelt’s laut,
verwirrt, getrieben, chronisch.
Wir kaufen Dinge gegen Leere,
lieben Bilder, keine Menschen,
und streiten über Weltanschau’n,
mit Argumenten wie aus Gänsen.
Wir sagen: „Ich bin offen, tolerant“,
doch meinen „solang du wie ich denkst“.
Wir glauben an Empathie –
bis du was Falsches schenkst.
Wir projizieren uns in andere,
verwechseln Nähe mit Besitz,
und nennen toxisch, was uns spiegelt,
doch nie das eigne Angesicht.
Refrain
Ach, die große Dummheit in uns allen,
versteckt sich gut im klugen Schein.
Sie will gefallen, nicht verfallen –
doch lässt uns nie ganz ehrlich sein.
Wir wissen viel, wir fühlen wenig,
reden viel und hören kaum.
Und jeder hält sich selbst für selig
in seinem selbstgezimmerten Traum.
Strophe 2
Wir sind abhängig von Bestätigung,
von Likes, von Mails, von Blicken.
Und denken doch, wir seien frei –
nur weil wir selber klicken.
Wir therapieren Kindheitsschmerzen
mit Podcasts und mit Tweets,
und nennen jedes Unbehagen
gleich ein Trauma, das man sieht.
Wir sagen: „Ich hab Grenzen jetzt“,
und meinen Mauern aus Beton.
Wir sagen: „Ich bin achtsam heut“,
doch leben nur im Phone.
Wir meiden Tiefe wie das Feuer,
reden über Selbstwertschätzung –
doch wenn’s drauf ankommt, fliehn wir fort
vor jeder echten Selbstbegegnung.
Refrain
Ach, die große Dummheit in uns allen,
sie trägt 'nen Anzug oder Kleid.
Sie lässt uns glänzen, doch verfallen
in Einsamkeit zu zweit.
Wir kennen alle psychischen Muster,
wir sind Experten für das Ich –
doch wenn uns wer zu nah kommt,
werden wir seltsam, kalt und stichig.
Überleitung
Wir erklären die Welt, doch nicht uns selbst,
wissen alles über Dopamin,
haben gelernt, wie man sich selbst optimiert –
nur das Herz bleibt kindlich, ungeimpft und dünn.
Wir flirten mit Begriffen wie "toxisch" und "klar",
doch leben passiv-aggressiv – Jahr für Jahr.
Strophe 3
Wir fliehen in Ironie und Witz,
wenn echte Nähe droht,
und wenn wir uns mal zeigen,
tun wir’s strategisch – nicht im Not.
Wir nennen uns "verkopft",
statt zu sagen: "Ich hab Angst",
und reden über Schatten,
doch niemand geht da lang.
Refrain
Ach, die große Dummheit in uns allen,
sie wohnt in jedem klugen Kopf.
Sie lässt uns reden, statt zu handeln,
und sitzt mit uns beim Psychodoc.
Sie sagt: „Du bist besonders, tief und echt“,
doch will, dass keiner widerspricht.
Und wenn wir doch mal weinen müssten,
sagen wir: „Mir fehlt nur Licht.“
Schluss
Vielleicht ist das nicht schlimm,
vielleicht ist's auch nur wahr –
wir Menschen sind voll Fehler,
und das macht uns sogar klar.
Doch wenn wir lachen über uns selbst,
vielleicht beginnt’s dann neu –
das Denken, das Fühlen, das Leben
– ganz ohne psychologischen Scheu.
Manche Kämpfe sieht niemand.
„Ich bin Wilhelm“ erzählt von der Wut, die keinen klaren Grund kennt,
von Gedanken, die sich gegen einen selbst richten,
und von dem leisen Wunsch, einfach nicht mehr allein damit zu sein.
Ein Song über das, was innen passiert –
wenn man nach außen still bleibt.
Strophe 1
Ich bin Wilhelm – und in mir brennt
ein Feuer, das keiner kennt.
Nicht laut, nicht lodernd, aber echt,
ein Funke, der mich täglich zerfetzt.
Die Wut, sie wohnt tief in meinem Bauch,
kommt ohne Grund, doch findet sie auch
ihr Ziel in allem, was mich umgibt –
obwohl’s doch mich selbst am meisten trifft.
Strophe 2
Ich schrei nach innen, nach einem Halt,
doch was ich fühl, ist nur Gewalt.
Nicht gegen dich, nicht gegen euch,
doch du stehst da, und schon zerbricht’s.
Denn ich hör Kritik wie einen Schlag,
jede Meinung ein Gerichtstag.
Ich sag nichts, ich schließ mich ein,
doch innen drin schrei ich allein.
Refrain
Ich bin wütend – ohne Richtung, ohne Ziel,
ein Vulkan, der schweigt und doch zu viel.
Ich hass mich dafür, wer ich bin,
doch stoß euch fort, obwohl ich leer darin bin.
Ich bin Wilhelm – zerbrochen, lautlos, blind,
und trag im Sturm das zornige Kind.
Strophe 3
Ich kann nicht sagen, was ich brauch,
denn jedes Wort schnürt mir die Luft zu – auch
wenn du nur fragst, wie’s mir heut geht,
fühl ich mich klein, fühl mich verdreht.
Ich bau mir Mauern, ohne Sinn,
fress alles rein und lächel dünn.
Bis es platzt, in einem Satz,
der dich trifft, obwohl du nie mein Feind warst.
Überleitung
Wie soll man lieben, wenn man sich hasst?
Wie soll man hören, wenn man alles fasst
als Angriff, Urteil, Abgesang –
mein Herz ein Käfig, mein Kopf ein Zwang.
Ich wär so gern der, der euch nicht wehtut,
doch bin nur ein Schatten voller Wut.
Ein Spiegel, der euch falsch zeigt –
weil ich mich selbst im Dunkel neig.
Letzter Refrain
Ich bin wütend – ohne Richtung, ohne Ziel,
ein Rätsel, das sich selbst nicht fühlt.
Ich hass mich dafür, wer ich bin,
doch bitte verlass mich nicht darin.
Ich bin Wilhelm – gebrochen, suchend, stumm,
und weiß, mein Herz schlägt viel zu krumm.
Schluss
Vielleicht lern ich irgendwann zu steh’n,
statt mich selbst im Weg zu seh’n.
Doch heut bleibt nur, was keiner kennt:
Ein Mann, der sich selbst fremd nennt.
Ein Raum, ein Bett, ein stiller Moment –
und Gedanken, die nicht leiser werden.
„Einsamkeit“ erzählt von der Art von Alleinsein,
die man nicht sieht, aber jeden Tag spürt.
Ein leiser Song über Nähe, die fehlt –
und über das, was bleibt, wenn alles andere still wird.
Strophe 1
Es ist still in meinem Zimmer,
doch die Stille ist nicht leer.
Sie trägt die Stimmen meiner Zweifel,
sie wiegt schwer, so unendlich schwer.
Kein Lachen in den Wänden,
nur das Ticken meiner Zeit.
Ich schau aus meinem Fenster,
doch der Tag zieht kalt vorbei.
Strophe 2
Ich geh durch volle Straßen,
und fühl mich doch allein.
Menschen reden, leben weiter,
ich bleib unsichtbar, klein.
Jede Stimme ein Echo,
das nicht zu mir gehört.
Ich ruf – doch keiner hört mich.
Ich hab mich wohl verstellt, verirrt.
Refrain
Einsamkeit, mein alter Freund,
du sitzt oft an meinem Tisch.
Du bringst Gedanken mit und Schatten,
ein bittersüßes Gleichgewicht.
Du bist da in guten Zeiten,
und schreist in dunkler Nacht.
Wenn alle Lichter draußen leuchten,
bist du’s, der bei mir wacht.
Strophe 3
Manchmal trag ich ein Lächeln,
das nie mein Eigen war.
Ich sag „Mir geht es bestens“,
doch fühl mich seltsam starr.
Die Nähe tut am meisten weh,
wenn sie nicht echt gemeint.
Ein Arm um meine Schulter –
doch mein Herz bleibt ungemein.
Überleitung
Ich hab’s versucht mit Ablenkung,
mit Liebe auf Abruf.
Mit Lärm, mit Licht, mit Flucht nach vorn –
doch du bist nie weit genug.
Denn du bist nicht nur Leere,
du bist Spiegel meiner Haut.
Du zeigst mir, wer ich bin geworden,
wenn keiner wirklich schaut.
Letzter Refrain
Einsamkeit, du bleibst ein Teil,
auch wenn ich nach dir schrei.
Du lehrst mich meine tiefsten Seiten,
auf schmerzhafte Art ganz frei.
Vielleicht bist du ein Kapitel,
nicht mein ganzes Lebensbild.
Doch heut Nacht bleibst du mein Atem,
mein Gedanke, der nicht stillt.
Zwischen dem, was gesagt wird, und dem, was ankommt, liegt oft eine ganze Welt.
„Was ich schreib, ist nicht, was du hörst“ erzählt von diesem Abstand –
von Worten, die mehr meinen, als sie zeigen,
und von Bedeutungen, die sich im Zuhören verändern.
Ein Song über Sprache, Missverständnisse
und die leise Wahrheit zwischen den Zeilen.
Strophe 1
Ich sitz’ vor dem Blatt, der Stift in der Hand,
Worte wie Sand, zerrinnen im Verstand.
Was ich sagen will, bleibt irgendwo stecken,
zwischen Herz und Papier – schwer zu entdecken.
Ein Satz zu direkt, klingt wie ein Schrei,
ein Bild zu offen – schon zieht’s vorbei.
Ich mein es so tief, doch du hörst nur Klang,
der ankommt wie Lärm, nicht wie mein Gesang.
Refrain
Denn was ich schreib, ist nicht, was du hörst,
jeder Vers wird verdreht, jedes Bild gekürzt.
Ich bau mir ne Brücke, aus Sprache und Klang,
doch du siehst nur Steine und nennst es Zwang.
Ich will, dass du fühlst, was ich wirklich mein,
doch du liest nur das, was passt dir rein.
Zwischen Zeilen – so viel Raum für Streit,
wenn Ehrlichkeit in Bedeutung zerreißt.
Strophe 2
Manchmal schreib ich in Rätseln, versteck mich im Wort,
mal laut, mal leise, doch oft geht’s mir fort.
Ich reim nicht zum Reimen, ich sing nicht zum Spaß,
doch ein falscher Ton – und schon kommt der Hass.
„Warum so traurig?“ – „Warum so leer?“
„Das klingt nach Kritik, das gehört sich nicht mehr.“
Ich wollt nur erzählen, was drückt auf der Brust,
doch du hörst nur Wut oder Egos Frust.
Refrain
Denn was ich schreib, ist nicht, was du hörst,
jeder Vers wird verdreht, jedes Bild gekürzt.
Ich bau mir ne Brücke, aus Sprache und Klang,
doch du siehst nur Steine und nennst es Zwang.
Ich will, dass du fühlst, was ich wirklich mein,
doch du liest nur das, was passt dir rein.
Zwischen Zeilen – so viel Raum für Streit,
wenn Ehrlichkeit in Bedeutung zerreißt.
Überleitung
Vielleicht ist ein Lied nie wirklich mein,
sobald es erklingt, gehört’s dir allein.
Was du darin siehst, liegt nicht mehr bei mir,
ob du’s hasst oder liebst – ich verlier die Regie hier.
Doch trotzdem schreib ich, so ehrlich ich kann,
auch wenn’s niemand liest, auch wenn’s keiner bann.
Denn irgendwo draußen, liest einer wie du,
und hört endlich das, was ich wirklich tu.
Letzter Refrain
Denn was ich schreib, ist mehr als nur Klang,
es ist meine Seele – gebrochen, nicht krank.
Vielleicht verstehst du’s, vielleicht auch nicht –
doch ich geb mein Herz in jedes Gedicht.
Und wenn du es drehst, verdrehst, zerreißt –
dann weiß ich, dass du’s wenigstens liest und begreifst:
Lieder sind Fenster, nicht schwarz, nicht weiß –
und manchmal liegt Wahrheit im leisesten Kreis.
Er ist immer da für alle –
doch kaum jemand fragt, wie es ihm wirklich geht.
„Und keiner merkt, dass ich Wilhelm bin“ erzählt von einem Menschen,
der gibt, zuhört, trägt –
und sich dabei langsam selbst verliert.
Ein leiser Song über Überforderung, Einsamkeit
und den Moment, in dem man merkt,
dass man selbst irgendwo auf der Strecke geblieben ist.
Strophe 1
Wilhelm steht früh auf, macht Kaffee für zwei,
doch der zweite bleibt kalt – keiner ist mehr dabei.
Er trägt ein Lächeln wie ’ne Rüstung im Gesicht,
doch darunter bricht’s – nur sieht man’s nicht.
Immer der Erste, der fragt: „Geht’s dir gut?“
Immer bereit, voller Pflicht und Mut.
Doch keiner fragt Wilhelm: „Wie geht’s eigentlich dir?“
Sein Herz – ein Raum ohne Tür.
Refrain
Er will die Welt retten, mit offener Hand,
steht für den Frieden, baut Brücken, kein Land.
Doch je mehr er gibt, desto leerer wird’s drin –
und keiner merkt, dass ich Wilhelm bin.
Er macht es allen recht – Tag für Tag,
bis ihn keiner mehr wirklich fragt.
Er lächelt für zehn, doch fühlt sich allein –
und fragt sich: Wann darf ich einfach nur ich sein?
Strophe 2
Er sagt „Ja“, wenn er „Nein“ fühlt, aus Angst vor dem Bruch,
stellt sich hinten an, macht den anderen Platz – wie ein Fluch.
Er hört sich Sorgen an, trägt Lasten wie ein Baum,
doch nachts liegt er wach – gefangen im Traum.
Der Freund, der Retter, der stille Held,
doch wer hält ihn, wenn er fällt?
Denn wer für alle da ist, hat oft keinen Ort,
und geht irgendwann einfach fort.
Refrain
Er will die Welt retten, mit offener Hand,
steht für den Frieden, baut Brücken, kein Land.
Doch je mehr er gibt, desto leerer wird’s drin –
und keiner merkt, dass ich Wilhelm bin.
Er macht es allen recht – Tag für Tag,
bis ihn keiner mehr wirklich fragt.
Er lächelt für zehn, doch fühlt sich allein –
und fragt sich: Wann darf ich einfach nur ich sein?
Überleitung
Zwischen Lauten der Welt und der Stille daheim,
sitzt Wilhelm allein – will niemandem mehr verzeih’n.
Er hat gelernt, man kann nicht jedem gefallen –
und verliert sich selbst beim Versuch, für alle zu handeln.
Strophe 3
Jetzt spricht er kaum noch, meidet das Licht,
schreibt Briefe an sich – doch schickt sie nicht.
Er wählt die Einsamkeit, weil’s dort ruhiger ist,
als in einer Welt, die vergisst, wer er ist.
Letzter Refrain
Er wollte nur helfen, war ehrlich, war gut,
doch am Ende fehlt ihm der eigene Mut.
Die Last auf den Schultern, das Herz längst dahin –
und keiner merkt, dass ich Wilhelm bin.
Er macht es allen recht – Tag für Tag,
doch wer bleibt übrig, wenn keiner ihn mag?
Ein Mann, der nur wollte, dass Frieden beginnt –
doch sich selbst darüber blind.
Wir sehen alles – und doch sehen wir nichts.
„Wir scroll’n vorbei“ wirft einen Blick auf eine Welt,
in der wir ständig verbunden sind,
aber immer seltener wirklich hinschauen.
Ein Song über Ablenkung, Gleichgültigkeit
und die leise Frage, wann wir angefangen haben,
uns selbst aus den Augen zu verlieren.
Strophe 1
In uns’rer Straße weht die Flagge alt und stumm,
die Nachbarn nicken, doch niemand fragt: „Warum?“
Der Stammtisch lacht – dieselben Sprüche wie eh,
doch in den Köpfen weht längst brauner Schnee.
TikTok flimmert durch das Zimmer der Kleinen,
doch keiner hört, wie leise sie weinen.
Der Traktor fährt, die Welt bleibt stehen,
man will nicht wissen, wohin wir wirklich gehen.
Strophe 2
U-Bahn voll, Herzen leer,
Markenkleider, doch kein Verkehr
von echten Sätzen – nur Clips und Trends,
die Welt in 30 Sekunden, das Ende in den Händen.
Filter auf Schmerz, Like auf Leid,
Hasskommentare sind heut’ bereit
für jeden, der anders denkt, spricht, liebt –
die Stadt, die früher lebt’, die jetzt vergibt.
Refrain
Wir seh’n nicht mehr hin, wir scroll’n vorbei,
der Lärm wird laut, das Denken frei.
Doch Freiheit heißt nicht Ego-Trip,
wenn unten jemand heimlich kippt.
Was ist das für 'ne neue Welt,
wo Hass sich in den Köpfen hält?
Zwischen Algorithmus und Parolen
beginnt der Boden zu erodieren – wir holen...
...uns selbst aus den Augen.
Strophe 3
Früher Bolzplatz, jetzt Bildschirmlicht,
der Stolz im Dorf – verloren, schlicht.
Ein junger Kopf mit Fragen voll,
doch keine Antwort, alles troll.
Die Alten sagen „Früher war’s besser“,
doch das hilft nicht, wenn du dich zerfledderst.
In Gruppenchat regiert die Wut,
ein falsches Wort – und du bist gut... verflucht.
Strophe 4
Die Stadt ist bunt – auf Plakat und Wand,
doch am Bahngleis zittert eine Hand.
Politik redet von Klima und Wind,
doch keiner fragt das obdachlose Kind.
Die Rechten marschieren mit Wohlstandsfrust,
sie schüren Angst, machen Hoffnung zu Dunst.
Und TikTok tanzt dazu auf Beat,
während die Menschlichkeit langsam verglüht.
Refrain
Wir seh’n nicht mehr hin, wir scroll’n vorbei,
der Lärm wird laut, das Denken frei.
Doch Freiheit heißt nicht Ego-Trip,
wenn unten jemand heimlich kippt.
Was ist das für 'ne neue Welt,
wo Hass sich in den Köpfen hält?
Zwischen Algorithmus und Parolen
beginnt der Boden zu erodieren – wir holen...
...uns selbst aus den Augen.
Überleitung
Was, wenn wir wieder Fragen stellen?
Nicht liken, sondern echt erzählen?
Was, wenn wir zuhören und steh’n,
wenn andre wieder auf dem Randstein geh’n?
Was, wenn wir mehr als Zuschauer sind –
fürs Dorf, die Stadt, für jedes Kind?
Letzter Refrain
Wir seh’n wieder hin, wir steh’n nicht still,
weil Schweigen auch zerstören will.
Wir geben uns die Stimmen zurück,
aus echtem Schmerz wächst neues Glück.
Für eine Welt, die nicht vergisst,
wo Mensch noch Mensch und Wahrheit ist.
TikTok vergeht, doch wir besteh’n –
wenn wir uns wieder gegenüber steh’n.