Musik

2026
DNS im Nebel
DNS im Nebel
2026

DNS im Nebel

„DNS im Nebel“ erzählt von einem Moment, den man nicht sehen kann, obwohl alles längst bereit ist.
Zwischen gesetzten Records, wartenden Servern und unsichtbaren Wegen entsteht ein Zustand, in dem Realität und Wahrnehmung auseinanderlaufen.

Der Song bewegt sich zwischen Kontrolle und Ohnmacht – dort, wo man weiß, dass alles funktioniert, aber die Welt es noch nicht widerspiegelt.
Ein leiser Blick auf Geduld, Unsicherheit und das Gefühl, irgendwo schon angekommen zu sein, ohne es selbst greifen zu können.

Eine Momentaufnahme aus dem digitalen Raum – irgendwo zwischen Anfrage und Antwort.

Liedtext lesen

Strophe 1
Ich hab die Server auf Linie gebracht,
die Records gesetzt, hab an alles gedacht,
Plesk sagt „läuft“, ich glaub ihm sogar –
doch draußen im Netz bin ich unsichtbar.
Die IP steht fest wie ein Zeichen aus Stein,
doch irgendwo hängt noch ein Echo von mein,
ich weiß, dass ich recht hab, ich fühl es genau –
doch die Welt sagt mir einfach nur: „noch nicht… ciao.“

Vor-Refrain
Und ich klick mich durch die Leere,
jede Sekunde zieht sich schwerer,
alles ready – nur die Zeit sagt nein.

Refrain
Ich häng im DNS im Nebel,
zwischen jetzt und irgendwie,
meine Seite lebt im Kabel,
doch sie hängt im käsch der Zeit wie nie.
F5 bis meine Finger brennen,
alle Wege führen ins Nichts,
ich weiß, sie wird mich irgendwann kennen –
doch heut erreicht sie mich noch nicht.

Strophe 2
Ich wechsel jeden Wegweiser der mich führt,
jeder risooolva hat mich neu verwirrt,
Cloud sagt „gleich“, doch ich seh es nicht,
nur ein Schatten antwortet mir ins Gesicht.
Zeit klebt fest wie ein alter Fluch,
jede Stunde zieht sich wie ein Versuch,
ich seh sie schon laufen, ich schwör es dir –
doch nur nicht von genau hier.

Vor-Refrain
Und ich wart zwischen den Welten,
wo die Signale sich langsam melden,
alles stimmt – nur keiner sieht’s.

Refrain
Ich häng im DNS im Nebel,
zwischen jetzt und irgendwie,
meine Seite lebt im Kabel,
doch sie hängt im käsch der Zeit wie nie.
F5 bis meine Finger brennen,
Router aus und wieder Licht,
ich weiß, sie wird mich irgendwann kennen –
doch heut erreicht sie mich noch nicht.

Übrerleitung
Vielleicht bin ich schon online irgendwo,
in ‘nem Raum, den ich selber nie seh so,
vielleicht lädt sie grad jemand, den ich nicht kenn –
nur ich komm einfach selbst nicht rein.

Schluss
Und wenn der Nebel endlich fällt,
und mich die erste Anfrage hält,
dann weiß ich: ich war nie wirklich weg –
nur unterwegs durchs ganze Netz.

Nicht nur Wachstum
Nicht nur Wachstum
2026 | Single

Nicht nur Wachstum

„Nicht nur Wachstum“ stellt eine leise, aber unbequeme Frage:
Was passiert mit denen, die nicht mithalten können – in einem System, das ständig mehr verlangt?

Zwischen Leistungsdruck, Fortschritt und persönlicher Verantwortung bewegt sich der Song entlang der Grenze zwischen dem, was möglich ist, und dem, was auf der Strecke bleibt.
Er erkennt an, dass Wettbewerb Innovation schafft – stellt aber gleichzeitig infrage, welchen Preis wir dafür zahlen.

Ohne einfache Antworten zu liefern, zeichnet der Track ein Bild von einer Welt, in der weniger Wachstum nicht Verlust bedeuten muss – sondern vielleicht eine andere Form von Fairness.

Ein ruhiger, reflektierter Blick auf ein System, das wir alle mittragen – bewusst oder nicht.

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Strophe 1
Ich bin groß geworden mit dem Satz: „Leistung lohnt sich schon“
Wenn du schneller bist als andere, dann kommst du weiter nach vorn
Und das stimmt auch oft, ich hab es selbst erlebt
Doch ich hab auch gesehen, wer dabei auf der Strecke steht
Du kannst alles werden, sagen sie dir ins Gesicht
Doch sie sagen nicht, dass es für viele einfach nicht reicht
Wenn zehn nach oben wollen, aber nur zwei Plätze frei
Dann ist Scheitern kein Zufall, sondern Teil der Partei

Vor-Refrain
Und ich sag nicht, dass das alles falsch ist
Fortschritt kommt oft aus genau diesem Druck
Doch ich frag mich leise, wenn ich ehrlich bin:
Wie viel davon ist Leben – und wie viel nur Zwang und Glück?

Refrain
Vielleicht ist weniger Wachstum nicht weniger wert
Vielleicht ist langsamer gehen kein Rückwärts, sondern fair
Wenn wir anfangen, gemeinsam zu entscheiden
Statt nur still in vorgegebenen Linien zu bleiben
Dann geht es nicht darum, alles gleich zu machen
Sondern darum, dass nicht wenige über viele wachen

Strophe 2
Ich hab Orte gesehen, wo man Dinge anders denkt
Wo nicht nur der Gewinn, sondern der Bedarf das Handeln lenkt
Wo Energie nicht billig ist, sondern bewusst gewählt
Und nicht jede Entscheidung nur nach Rendite zählt
Doch auch dort ist nicht alles einfach oder klar
Diskussionen dauern länger, Kompromisse sind da
Manchmal fehlt Tempo, manchmal fehlt Mut
Und nicht jede Idee funktioniert wirklich gut

Vor-Refrain
Es gibt keine saubere Lösung, kein perfektes System
Auch das hier kann scheitern, wenn wir nicht verstehen
Dass Verantwortung mehr ist als ein schönes Wort
Und Beteiligung kein Selbstläufer ist vor Ort

Refrain
Vielleicht ist weniger Wachstum nicht weniger wert
Vielleicht ist langsamer gehen kein Rückwärts, sondern fair
Wenn wir anfangen, gemeinsam zu entscheiden
Und Verantwortung nicht mehr nur nach oben delegieren
Dann geht es nicht darum, alles gleich zu machen
Sondern darum, Macht nicht nur bei wenigen zu lassen

Strophe 3
Im alten Modell zählt oft, was sich verkaufen lässt
Nicht unbedingt das, was ein Leben wirklich hält
Pflege, Bildung, Umwelt – oft zu teuer gedacht
Während anderes Profit bringt, auch wenn es Schaden macht
Der Markt kann viel, das will ich gar nicht bestreiten
Er schafft Ideen, Geschwindigkeit, neue Möglichkeiten
Doch er kennt keine Grenze, außer die, die wir setzen
Und ohne Regeln wird er Menschen und Zukunft verletzen

Vor-Refrain
Ein anderes System heißt nicht: alles wird gut
Es heißt nur: wir versuchen es mit mehr gemeinsamer Hut
Mit mehr Blick auf Folgen, die später erst kommen
Und weniger darauf, was wir heute noch gewinnen können

Refrain
Vielleicht ist weniger Wachstum nicht weniger wert
Vielleicht ist langsamer gehen kein Rückwärts, sondern fair
Wenn wir anfangen, Grenzen bewusst zu ziehen
Und nicht jede Entscheidung am Profit zu orientieren
Dann geht es nicht darum, Freiheit zu verlieren
Sondern darum, sie für mehr Menschen zu garantieren

Überleitung
Es wird Konflikte geben, und sie hören nicht auf
Mehr Stimmen bedeuten auch mehr Streit im Verlauf
Und ja, es kostet Zeit, sich wirklich zu verstehen
Doch vielleicht ist genau das der Preis, den wir wählen
Nicht jede Freiheit bleibt, wie sie vorher war
Nicht jeder wird zufrieden, das ist völlig klar
Doch die Frage bleibt stehen, auch wenn sie unbequem ist:
Wem dient ein System – und wer trägt, was es ist?

Schluss
Ich such keine Antwort, die alles erklärt
Nur eine Richtung, die nicht nur wenigen gehört
Vielleicht ist der Weg nicht effizient, nicht perfekt
Doch wenigstens einer, der den Menschen nicht vergisst

Sechs Vierzig
Sechs Vierzig
2026 | Single

Der Wecker klingelt um sechs vierzig. Kaffee, Bus, Arbeit, Supermarkt – und dann wieder von vorn. Kein großes Drama, kein großer Traum. Nur ein Leben, das leise weiterläuft, Tag für Tag.

„Sechs Vierzig“ erzählt von der stillen Routine eines ganz normalen Lebens – von den kleinen Momenten, die niemand bemerkt, und von der Frage, die manchmal kurz auftaucht und genauso schnell wieder verschwindet.

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Strophe 1
Der Wecker klingelt um sechs vierzig
nicht zu früh, nicht zu spät
Er steht auf, ohne nachzudenken
weil es so jeden Morgen geht
Der Kaffee ist heiß, schmeckt wie immer
das Fenster beschlagen vom Licht
Der Nachbar steht unten und raucht
sie nicken sich zu
mehr passiert nicht

Strophe 2
Die Straße kennt seinen Schritt
der Bus kennt sein Gesicht
Die gleichen Menschen, die gleichen Plätze
nur die Werbung ändert sich
Jemand lässt die Tür fallen
er hält sie automatisch auf
Kein Danke, kein Blick
nicht aus Unhöflichkeit
es fällt einfach nicht auf

Refrain
Es ist kein gutes Leben
kein schlechtes
kein Plan, kein Ziel
Es ist seins
und es läuft weiter
Tag für Tag
ziemlich stabil

Strophe 3
Mittag allein, das Radio redet
über Dinge, die ihn nicht meinen
Kriege, Zahlen, Versprechen
alles bleibt irgendwo draußen
Er isst, was satt macht
nicht, was schmeckt
schaut auf die Uhr
und denkt kurz
dass der Tag fast geschafft ist

Strophe 4
Nach Feierabend der Supermarkt
gleiche Kasse wie immer
Die Kassiererin kennt seinen Namen nicht
aber sein Gesicht schon
Ein kurzer Blick, ein neutrales Lächeln
die Karte piept, er geht
Er denkt nicht darüber nach
wie lange das schon so ist
oder wie lange noch

Refrain
Es ist kein gutes Leben
kein schlechtes
kein Traum, kein Streit
Es ist seins
und es reicht
um morgens aufzustehen
jeden Tag

Überleitung
Zu Hause zieht er die Schuhe aus
stellt sie ordentlich hin
Setzt sich an den Tisch
isst etwas Einfaches
Stille, die nicht weh tut
aber auch nichts sagt
Ein Gedanke kommt kurz vorbei:
War das alles?
Er bleibt nicht

Strophe 5
Er macht das Licht im Bad aus
stellt den Wecker wieder
auf sechs vierzig
Nicht aus Hoffnung
nicht aus Angst
sondern weil morgen
auch wieder ein Tag ist

Letzter Refrain
Es ist kein großes Leben
kein kleines
kein, das man erklärt
Es ist einfach da
und er bleibt
ohne Grund
ohne Versprechen
aber ehrlich

Schluss
Dienstag, sechs vierzig.
Und es geht weiter.

Neon um Drei
Neon um Drei
2026 | Single

Drei Uhr nachts, irgendwo am Stadtrand.
Neonlicht, nasser Asphalt und ein Motor, der noch läuft.

„Neon um Drei“ erzählt von diesen Momenten dazwischen –
wenn die Welt stillsteht, aber der Kopf nicht aufhört zu fahren.

Ein Lied über Einsamkeit, Bewegung und die leise Frage,
ob man einfach weiterfährt – oder endlich irgendwo ankommt.

Liedtext lesen

Strophe 1
Neonlicht um drei Uhr nachts
Tankstelle am Stadtrand
kalter Kaffee in der Hand
der Motor läuft noch warm
Der Asphalt glänzt vom Regen
kein Auto weit und breit
nur das Summen der Laternen
und zu viel Zeit im Kopf

Refrain
Neon um drei
die Stadt schläft längst
doch mein Kopf fährt weiter
durch jede verdammte Nacht
Neon um drei
kein Ziel in Sicht
nur der Tank halb leer
und Gedanken im Licht

Strope 2
Radiostimmen rauschen leise
irgendein alter Song
der schon tausendmal erzählt hat
dass man weiterfahren soll
Ich seh mich selbst im Spiegel
im Glas der Automatentür
und frag mich für Sekunden
wer dieser Typ hier ist

Refrain
Neon um drei
die Stadt schläft längst
doch mein Kopf fährt weiter
durch jede verdammte Nacht
Neon um drei
kein Ziel in Sicht
nur der Tank halb leer
und Gedanken im Licht

Überleitung
Vielleicht fahr ich gleich weiter
vielleicht bleib ich noch hier
zwischen Zigarettenrauch
und diesem kalten Neon
Vielleicht wartet irgendwo
eine Straße ohne Kreis
doch im Moment reicht es
einfach wach zu sein

Letzter Refrain
Neon um drei
die Stadt schläft längst
doch mein Kopf fährt weiter
durch jede verdammte Nacht
Neon um drei
Motor und Licht
und irgendwo da draußen
wartet vielleicht ein Ziel

2025
Der leere Stuhl am Fesnter
Der leere Stuhl am Fesnter
2025 | Single

Manche Menschen verschwinden nicht auf einmal. Sie gehen langsam – mit jedem Tag ein kleines Stück mehr. Ein Stuhl bleibt stehen, ein Platz am Fenster bleibt frei, und plötzlich trägt ein Raum mehr Erinnerungen als Worte.

„Der leere Stuhl am Fenster“ ist ein Lied über Verlust, über das Festhalten an kleinen Dingen – und darüber, wie schwer es ist, jemanden wirklich gehen zu lassen.

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Strophe 1
Da steht er noch am Fenster,
der Stuhl, auf dem du jeden Morgen saßt.
Das Licht fällt immer noch genauso,
als wärst du nur kurz weggegangen, nicht für immer fort.
Ich geh an ihm vorbei wie jeden Tag,
und sag mir leise: Morgen räum ich ihn weg.
Doch ich tu’s nicht, weil ich weiß,
dass der Stuhl das Letzte ist, das noch von dir bleibt.

Vor-Refrain
Und jedes Mal, wenn der Wind die Scheiben streift,
dreh ich mich um, als wärst du wieder hier.
Ich weiß, es ist verrückt — doch dieses kleine Stück Hoffnung
hält mich irgendwie am Leben.

Refrain
Denn ich verlier dich nicht auf einmal,
ich verlier dich Stück für Stück.
Mit jedem Tag, an dem der Stuhl leer bleibt,
nimmt die Stille mehr von dir mit.
Und ich halt mich an Erinnerungen fest,
so fest, dass meine Hände zittern.
Der leere Stuhl am Fenster sagt mehr
als jedes Wort, das wir uns nie gesagt haben.

Strophe 2
Dein Duft verblasst im Zimmer,
wie ein Foto, das zu lange Sonne sieht.
Ich hör noch deine halben Sätze,
und dein Lachen, das die Enden übertönt.
Ich leg die Hand auf die Lehne,
als wär’s deine Haut, die ich berühr.
Doch Holz bleibt Holz —
und trotzdem fühl ich dich darin.

Vor-Refrain
Und wenn die Dunkelheit die Wohnung füllt,
frag ich mich, ob du irgendwo noch lachst.
Ich würd so gern die Zeit zurückdrehn,
doch der Stuhl zeigt mir, dass sie längst verrinnt.

Refrain
Denn ich verlier dich nicht auf einmal,
ich verlier dich Stück für Stück.
Mit jedem Tag, an dem der Stuhl leer bleibt,
nimmt die Stille mehr von dir mit.
Und ich halt mich an Erinnerungen fest,
so fest, dass meine Hände zittern.
Der leere Stuhl am Fenster sagt mehr
als jedes Wort, das wir uns nie gesagt haben.

Überleitung
Vielleicht schieb ich ihn irgendwann weg,
doch heut bin ich dafür noch zu schwach.
Denn solange er da steht,
hast du in diesem Raum noch Platz.
Und vielleicht… vielleicht auch in mir.

Letzter Refrain
Ich verlier dich nicht auf einmal,
ich verlier dich Stück für Stück.
Doch in jedem Lichtstrahl auf der Lehne
find ich ein kleines bisschen dich zurück.
Wenn die Welt dich langsam löscht,
halt ich dich in meinem Herzen fest.
Der leere Stuhl am Fenster bleibt
mein letzter Rest von dir —
und das Einzige, das noch nicht vergeht.

Chronik einer letzten Welt
Chronik einer letzten Welt
2025 | Single

Was bleibt, wenn niemand mehr zuhört?

„Chronik einer letzten Welt“ erzählt vom langsamen Zerfall –
von einer Menschheit, die Warnungen überhört, Grenzen verschiebt und erst versteht, was sie hatte, als es längst verloren ist.

Ein Lied wie ein letzter Eintrag:
über Gier, über Schuld – und über eine Welt, die einmal lebte.

Liedtext lesen

Einleitung
Sie sagten, wir hätten Zeit…
Doch keiner hörte hin.
Die Uhren liefen weiter,
doch niemand fragte: „Wohin?“

Strophe 1
Wir standen einst auf goldnen Feldern,
unter Sonnen, hell und klar.
Die Bäume trugen Kinderlieder,
die Luft – so rein, so wunderbar.
Doch irgendwann kam dieser Hunger,
nach mehr, nach Macht, nach Geld.
Und langsam wuchsen Mauern
zwischen Mensch und ganzer Welt.

Strophe 2
Wir schufen Götter aus Maschinen,
gaben ihnen unser Wort.
Vergaßen, was uns menschlich macht,
und trieben die Natur fort.
Die Meere fluteten die Küsten,
doch wir bauten nur noch mehr.
Beton erstickte Wurzeln,
und der Himmel wurde leer.

Refrain
Dies ist die Chronik einer letzten Welt,
die sich selbst zu Boden fällt.
Wir hatten Warnungen im Wind,
doch taten, als wir taub und blind.
Dies ist das Lied von Feuer und Eis,
vom letzten Tag, vom höchsten Preis.
Ein letzter Blick, ein letzter Klang –
der Menschheit Untergang.

Strophe 3
Wir teilten uns in Schwarz und Weiß,
in Reich und Arm, in Mein und Dein.
Der Bildschirm wurde unser Leben,
das echte durfte draußen sein.
Wir lachten über Klimazahlen,
verspotteten die Wissenschaft.
Statt Brücken bauten wir nur Mauern
und nannten’s freie Kraft.

Strophe 4
Dann kamen Jahre ohne Ernten,
mit Stürmen, Flammen, Sand.
Die Wälder fielen schweigend,
kein Leben mehr im Land.
Kriege um die Wasserreste,
um Luft, um Licht, um Zeit –
die Menschheit kämpfte bis zum Ende,
doch war nicht mehr bereit.

Refrain
Dies ist die Chronik einer letzten Welt,
wo jeder Mensch das Schwert noch hält.
Doch ohne Feind, nur gegen sich,
verblasst das Feuer, bricht das Licht.
Dies ist das Lied von Tod und Schuld,
von Gier, Verlust und Menschenhuld.
Kein Heldenmut, kein letzter Plan –
nur Staub, wo einst ein Eden war.

Überleitung
Die Städte sind nun leere Schatten,
von dem, was einst gebaut.
Kein Flüstern mehr in Gassen,
nur Wind, der Trümmer kaut.
Kein Kind, das fragt: „Warum, Mama?“
Kein Stern, der für uns scheint.
Nur eine Erde, still verwundet,
von Wesen, die gemeint…

…sie seien mehr.

Schluss
Vielleicht wächst eines fernen Tages
ein Blatt aus kaltem Stein.
Und flüstert in den Äther:
„Hier durfte Leben sein.“
Doch niemand wird es lesen,
kein Auge sieht den Grund.
Denn dies war unsere letzte Stunde,
unsre allerletzte Rund’.

Ganz schön dumm
Ganz schön dumm
2025 | Single

Wir wissen es eigentlich besser – und machen es trotzdem falsch.

„Ganz schön dumm“ wirft einen Blick auf den ganz normalen Wahnsinn des Alltags:
zwischen Halbwissen, Gewohnheit und der erstaunlichen Fähigkeit, sich selbst im Weg zu stehen.

Ein Song zum Schmunzeln –
und vielleicht zum leisen Nachdenken.

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Strophe 1
Sie parken auf dem Radweg, mitten im Verkehr,
stehen dann empört da: „Ich steh doch nur kurz hier!“
Sie glauben, Mikrowellen machen WLAN kaputt,
und tragen Aluhüte – das sei für die Gesundheit gut.
Sie kaufen Wasser in Plastik für drei Euro das Stück,
werfen’s dann weg – direkt im Wald, kein Müll zurück.
Sie glotzen in ihr Handy beim Gehen über Rot,
und wundern sich dann später: „Warum lag ich im Schock?“

Refrain
Ganz schön dumm, was wir so treiben –
manchmal fragt man sich, wie wir überhaupt überleben.
Wir rennen im Kreis, mit Scheuklappen auf,
und klopfen uns selbst für den Blödsinn noch drauf.
Ganz schön dumm – doch irgendwie wahr,
der Mensch bleibt halt Mensch – Jahr für Jahr.

Strophe 2
Sie glauben, die Erde ist flach wie 'ne Scheibe,
diskutieren im Netz, dass es Drachen noch gäbe.
Sie kippen Öl ins Klo, weil’s ja weg muss,
und meckern, wenn der Fluss dann stinkt wie Verdruss.
Sie kaufen Diät-Tees für zwanzig das Stück,
essen dann trotzdem drei Pizzen am Stück.
Sie glauben, ein Like rettet Kinder in Not,
und posten ihr Frühstück – das fünfte Croissant mit Schok’.

Refrain
Ganz schön dumm, was wir so machen,
manchmal hilft da nur noch lachen.
Wir wissen es besser, doch handeln verkehrt –
denn Einsicht war nie unser stärkstes Schwert.
Ganz schön dumm – und trotzdem charmant,
wir tanzen im Chaos – Hand in Hand.

Überleitung
Alexa weiß alles, doch keiner hört zu,
Fake-News sind Wahrheit und Logik macht Ruh’.
Wir reden von Frieden – mit Waffen in der Hand,
und wundern uns ernsthaft: „Warum brennt dieses Land?“

Letzter Refrain
Ganz schön dumm – das ist kein Scherz,
doch irgendwo tief drin schlägt da noch ein Herz.
Vielleicht lern’n wir’s irgendwann – Stück für Stück,
bis dahin singen wir dieses Lied – und drücken auf „Zurück“.

Ich bin Wilhelm
Ich bin Wilhelm
2025 | Single

Manche Kämpfe sieht niemand.

„Ich bin Wilhelm“ erzählt von der Wut, die keinen klaren Grund kennt,
von Gedanken, die sich gegen einen selbst richten,
und von dem leisen Wunsch, einfach nicht mehr allein damit zu sein.

Ein Song über das, was innen passiert –
wenn man nach außen still bleibt.

Liedtext lesen

Strophe 1
Ich bin Wilhelm – und in mir brennt
ein Feuer, das keiner kennt.
Nicht laut, nicht lodernd, aber echt,
ein Funke, der mich täglich zerfetzt.
Die Wut, sie wohnt tief in meinem Bauch,
kommt ohne Grund, doch findet sie auch
ihr Ziel in allem, was mich umgibt –
obwohl’s doch mich selbst am meisten trifft.

Strophe 2
Ich schrei nach innen, nach einem Halt,
doch was ich fühl, ist nur Gewalt.
Nicht gegen dich, nicht gegen euch,
doch du stehst da, und schon zerbricht’s.
Denn ich hör Kritik wie einen Schlag,
jede Meinung ein Gerichtstag.
Ich sag nichts, ich schließ mich ein,
doch innen drin schrei ich allein.

Refrain
Ich bin wütend – ohne Richtung, ohne Ziel,
ein Vulkan, der schweigt und doch zu viel.
Ich hass mich dafür, wer ich bin,
doch stoß euch fort, obwohl ich leer darin bin.
Ich bin Wilhelm – zerbrochen, lautlos, blind,
und trag im Sturm das zornige Kind.

Strophe 3
Ich kann nicht sagen, was ich brauch,
denn jedes Wort schnürt mir die Luft zu – auch
wenn du nur fragst, wie’s mir heut geht,
fühl ich mich klein, fühl mich verdreht.
Ich bau mir Mauern, ohne Sinn,
fress alles rein und lächel dünn.
Bis es platzt, in einem Satz,
der dich trifft, obwohl du nie mein Feind warst.

Überleitung
Wie soll man lieben, wenn man sich hasst?
Wie soll man hören, wenn man alles fasst
als Angriff, Urteil, Abgesang –
mein Herz ein Käfig, mein Kopf ein Zwang.
Ich wär so gern der, der euch nicht wehtut,
doch bin nur ein Schatten voller Wut.
Ein Spiegel, der euch falsch zeigt –
weil ich mich selbst im Dunkel neig.

Letzter Refrain
Ich bin wütend – ohne Richtung, ohne Ziel,
ein Rätsel, das sich selbst nicht fühlt.
Ich hass mich dafür, wer ich bin,
doch bitte verlass mich nicht darin.
Ich bin Wilhelm – gebrochen, suchend, stumm,
und weiß, mein Herz schlägt viel zu krumm.

Schluss
Vielleicht lern ich irgendwann zu steh’n,
statt mich selbst im Weg zu seh’n.
Doch heut bleibt nur, was keiner kennt:
Ein Mann, der sich selbst fremd nennt.

Was ich schreib, ist nicht, was du hörst
Was ich schreib, ist nicht, was du hörst
2025 | Single

Zwischen dem, was gesagt wird, und dem, was ankommt, liegt oft eine ganze Welt.

„Was ich schreib, ist nicht, was du hörst“ erzählt von diesem Abstand –
von Worten, die mehr meinen, als sie zeigen,
und von Bedeutungen, die sich im Zuhören verändern.

Ein Song über Sprache, Missverständnisse
und die leise Wahrheit zwischen den Zeilen.

Liedtext lesen

Strophe 1
Ich sitz’ vor dem Blatt, der Stift in der Hand,
Worte wie Sand, zerrinnen im Verstand.
Was ich sagen will, bleibt irgendwo stecken,
zwischen Herz und Papier – schwer zu entdecken.
Ein Satz zu direkt, klingt wie ein Schrei,
ein Bild zu offen – schon zieht’s vorbei.
Ich mein es so tief, doch du hörst nur Klang,
der ankommt wie Lärm, nicht wie mein Gesang.

Refrain
Denn was ich schreib, ist nicht, was du hörst,
jeder Vers wird verdreht, jedes Bild gekürzt.
Ich bau mir ne Brücke, aus Sprache und Klang,
doch du siehst nur Steine und nennst es Zwang.
Ich will, dass du fühlst, was ich wirklich mein,
doch du liest nur das, was passt dir rein.
Zwischen Zeilen – so viel Raum für Streit,
wenn Ehrlichkeit in Bedeutung zerreißt.

Strophe 2
Manchmal schreib ich in Rätseln, versteck mich im Wort,
mal laut, mal leise, doch oft geht’s mir fort.
Ich reim nicht zum Reimen, ich sing nicht zum Spaß,
doch ein falscher Ton – und schon kommt der Hass.
„Warum so traurig?“ – „Warum so leer?“
„Das klingt nach Kritik, das gehört sich nicht mehr.“
Ich wollt nur erzählen, was drückt auf der Brust,
doch du hörst nur Wut oder Egos Frust.

Refrain
Denn was ich schreib, ist nicht, was du hörst,
jeder Vers wird verdreht, jedes Bild gekürzt.
Ich bau mir ne Brücke, aus Sprache und Klang,
doch du siehst nur Steine und nennst es Zwang.
Ich will, dass du fühlst, was ich wirklich mein,
doch du liest nur das, was passt dir rein.
Zwischen Zeilen – so viel Raum für Streit,
wenn Ehrlichkeit in Bedeutung zerreißt.

Überleitung
Vielleicht ist ein Lied nie wirklich mein,
sobald es erklingt, gehört’s dir allein.
Was du darin siehst, liegt nicht mehr bei mir,
ob du’s hasst oder liebst – ich verlier die Regie hier.
Doch trotzdem schreib ich, so ehrlich ich kann,
auch wenn’s niemand liest, auch wenn’s keiner bann.
Denn irgendwo draußen, liest einer wie du,
und hört endlich das, was ich wirklich tu.

Letzter Refrain
Denn was ich schreib, ist mehr als nur Klang,
es ist meine Seele – gebrochen, nicht krank.
Vielleicht verstehst du’s, vielleicht auch nicht –
doch ich geb mein Herz in jedes Gedicht.
Und wenn du es drehst, verdrehst, zerreißt –
dann weiß ich, dass du’s wenigstens liest und begreifst:
Lieder sind Fenster, nicht schwarz, nicht weiß –
und manchmal liegt Wahrheit im leisesten Kreis.

Helmut lacht
Helmut lacht
2025 | Single

Manche Menschen nehmen das Leben, wie es kommt –
und lachen trotzdem.

„Helmut lacht“ erzählt von einem Mann,
bei dem selten alles rund läuft,
der viel verliert, viel trägt –
und trotzdem nie ganz aufhört zu schmunzeln.

Ein Song zwischen Chaos und Wärme,
zwischen Pannen und kleinen Wahrheiten –
und dem, was am Ende bleibt.

Liedtext lesen

Strophe 1
Helmut wohnt im vierten Stock,
Fahrstuhl kaputt – seit ’nem halben Jahr, kein Schock.
Jeden Morgen schleppt er sich runter mit Schwung,
Kaffee in der Thermos, Rücken krumm, Herz jung.
Letzte Woche stand er früh auf’m Dach,
sein Balkon war zu klein für den neuen Sonnenschirm-Krach.
Der Wind kam vorbei, nahm das Teil mit Stil,
Helmut lachte bloß: „Na gut, dann eben April!“

Refrain
Denn Helmut lacht, wenn das Leben ihn biegt,
wenn der Zufall ihm wieder ein Beinchen stellt und siegt.
Er nimmt’s nicht persönlich, nimmt’s wie es ist,
hat nie gelernt zu hassen, selbst wenn du ihn vergisst.
Helmut lacht – das ist sein Gedicht.

Strophe 2
Im Job war er nie besonders gefragt,
falsche Namen bei Meetings, falsch angefragt.
Er verwechselte Kunden, schrieb "Liebe Oma"
und schickte das an einen Mann in Yokohama.
Doch Kündigung kam nie mit Tränen bei ihm,
er tippte sofort ’nen Lebenslauf hin.
"Ich bin flexibel", schreibt er – "nicht klug, aber da!"
Dann lacht er in die Tastatur, "So war’s immer, haha!"

Refrain
Denn Helmut lacht, wenn’s auch keiner versteht,
wenn der Strom ausfällt und das WLAN vergeht.
Er liest dann Gedichte aus dem Baumarkt-Katalog,
zündet ’ne Kerze an und trinkt seinen Morgenjoghurt.
Helmut lacht – als wär’s nie anders gewesen.

Überleitung
Einmal fiel er, ja, richtig tief,
als sein Herz zerbrach – sie hieß Marie.
Zwanzig Jahre war’n sie zwei,
bis sie ging – still, leise, frei.
Er fand den Abschiedsbrief im Bücherregal,
daneben ein Bild, schwarz-weiß, einmal Zahl.
Er las und weinte, ganz still und klein,
doch lachte dann: "Jetzt trink ich deinen Wein."

Strophe 3
Helmut hat drei kaputte Zehen,
vom Tanzen in Socken auf glattem Parkett gesehen.
Sein Herd macht "Bumm", sein Kühlschrank "Klick",
seine Uhr bleibt immer um Viertel vor sieben zurück.
Seine Nachbarin schimpft, weil er laut Musik macht,
die Songs von früher, die keiner mehr beachtet.
"Sorry", ruft er durch die Wand,
"aber der Refrain ist meine letzte Wand."

Refrain
Denn Helmut lacht, selbst im falschen Moment,
wenn der Bus vor der Nase wegfährt und keiner ihn kennt.
Wenn der Regen fällt in die Schuhe hinein,
sagt er: „Dann wasch ich mir wenigstens die Zehen rein.“
Helmut lacht – das kann nicht jeder, mein Freund.

Schluss
Und irgendwann, wenn Helmut nicht mehr lacht,
wenn der Vorhang fällt und das Licht schwächer macht,
werden viele sagen: "Er war ein komischer Mann"
und vielleicht auch: "Der einzige, der lachen kann."
Ein letzter Gruß, ein leiser Witz,
sein Leben – voll Pannen, doch nie ohne Sitz.

Helmut lacht…
und das bleibt zurück.