Danke für Schutz
Ein Raum ist da.
Ein Platz auch.
Aber er fühlt sich nicht an wie deiner.
„Danke für Schutz“ bewegt sich zwischen Dankbarkeit und dem leisen Gefühl, trotzdem nicht wirklich dazuzugehören.
Zwischen System und Selbst, zwischen Anpassung und dem Wunsch, einfach sein zu dürfen.
Kein Angriff. Kein Lärm.
Nur eine Wahrheit, die stehen bleibt.
Und vielleicht genau deshalb wirkt.
Strophe 1
Ich leb in einem Land, das mich auffängt, wenn ich fall
Das ist real – und dafür dank ich euch allen
Ich hab ein Dach, ich hab Brot, ich hab Zeit
Und ich weiß genau: Das ist keine Selbstverständlichkeit
Doch während ich steh, seh ich auch das System
Es hält mich am Leben – aber lässt mich nicht gehen
Ich funktionier nicht so, wie ihr es braucht
Und genau da wird’s still – und genau da wird’s laut
Vor-Refrain
Das ist kein Angriff, ich sag nur, was ist
Weil Ehrlichkeit nichts ist, wofür man sich schämt
Refrain
Danke für Schutz – ich mein das ernst
Doch Schutz ist nicht das, was ein Leben lernt
Ich existier hier, aber ich gehör nicht rein
Und das darf gesagt sein
Kein Finger zeigt, keiner ist schuld
Doch jeder entscheidet, was er duldet
Wir könnten mehr sein als nur okay
Wenn man uns wirklich versteht
Strophe 2
ADHS im Kopf, alles gleichzeitig laut
Autismus – ich seh Dinge, die ihr nicht seht, vertraut
Ich bau mir Systeme, um klarzukommen
Während ihr denkt: „Der hat sich doch nur nicht benommen“
Das Problem ist nicht ich – das Problem ist der Rahmen
Der sagt, wie Menschen zu sein haben
Und wer da rausfällt, wird halt verwaltet
Beruhigt, gebremst – aber nie wirklich gestaltet
Vor-Refrain
Kein Mensch hier ist böse, das glaub ich sogar
Doch „nicht böse“ reicht halt nicht, wenn nichts sich ändert – ist klar
Refrain
Danke für Schutz – ich mein das ernst
Doch Schutz ist nicht das, was ein Leben lernt
Ich existier hier, aber ich gehör nicht rein
Und das darf gesagt sein
Kein Finger zeigt, keiner ist schuld
Doch jeder entscheidet, was er duldet
Wir könnten mehr sein als nur okay
Wenn man uns wirklich versteht
Überleitung
Ihr behandelt Symptome – und nennt das dann Hilfe
Doch fragt nicht, warum ich überhaupt so lebe
Warum ich mich biege, warum ich mich halt
Warum ich mich anpass, bis irgendwas knallt
Ich brauch kein Mitleid, ich brauch auch kein Licht
Ich brauch nur ’nen Platz – und den gibt es nicht
Break
Und ja… ich bin dankbar.
Aber Dankbarkeit heißt nicht, dass ich schweig.
Letzter Refrain
Danke für Schutz – wirklich, ich seh’s
Doch Schutz ist nicht alles, worum es hier geht
Ich will nicht nur leben, ich will auch sein
Und das passt grad nicht rein
Kein Angriff, kein Hass, kein „ihr gegen mich“
Nur die Wahrheit – und die trifft
Und vielleicht, wenn man ehrlich bleibt
Ist genau das der Anfang von Veränderung, nicht Streit
Die Straßen sind vielleicht leiser geworden, doch manche Rhythmen verschwinden nie. Zwischen alten Doc Martens im Schrank, einer Ukulele auf dem Knie und Erinnerungen an Nächte voller Offbeat lebt der Groove weiter. „Der Offbeat bleibt“ erzählt von Musik, die nicht von Parolen lebt, sondern von dem Gefühl, das sie in uns hinterlässt. Auch wenn die Stadt stiller geworden ist – der Rhythmus läuft weiter. Bald.
Strophe 1
Doc Martens schlafen still im Schrank
Staub tanzt leis im Sonnenrand
Die Straßen san heut nimmer laut
Doch irgendwo spielt no der Sound
Vor-Refrain
Und wenn der Abend langsam fallt
hör i den Offbeat durch die Stadt
Refrain
Heast, der Rhythmus geht ned fort
Der lebt no irgendwo im Wort
In jedem Schritt, in jedem Traum
Im klanen Zimmer voller Raum
Strophe 2
Ukulele auf dem Knie
De alten Grooves vergess i nie
Die Stadt is still, doch tief im Bauch
läuft dieser Ska no immer auch
Überleitung
Koane Parolen auf der Haut
koana der mehr laut Applaus braucht
Nur a Groove der leise sagt
dass Musik di weitertragt
Refrain
Heast, der Rhythmus geht ned fort
Der lebt no irgendwo im Wort
In jedem Schritt, in jedem Traum
Im klanen Zimmer voller Raum